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Jahresrückblick in Bildern

Das war das Jahr 2019 in Münster

Mehr als 20.000 Menschen demonstrieren für einen nachhaltigeren Klimaschutz, die Grünen werden bei der Europawahl zum ersten Mal stärkste Kraft, das Batterieforschungszentrum kommt, im Juli ist es fast 39 Grad heiß, und die Hafencenter-Baustelle wird stillgelegt. 2019 war in Münster ein bewegendes Jahr – ein Rückblick in Bildern.

Von, Ralf Repöhler

Im September demonstrieren mehr als 20 000 Menschen für einen nachhaltigeren Klimaschutz. Foto: ohw

Für Münsters Grüne wird die Europawahl zur Sensation, für die alten Volksparteien zum Desaster. Erstmals ist die GAL im Mai stärkste Kraft in Münster, mehr als zehn Prozentpunkte vor der CDU, mehr als 20 vor der SPD. Die „Fridays for Future“-Demos und die Klimabewegung – auch in den Köpfen vieler Münsteraner – machen es möglich. Über 20. 000 Menschen, so viele wie nie zuvor, gehen allein im September für eine konsequentere Klimapolitik auf die Straße. Grüne Themen sind mehrheitsfähig.

Bei so viel Rückenwind können Münsters Grüne vor Selbstbewusstsein kaum laufen. Die politische Verantwortung aber wird für sie immer dann zu groß, wenn sie die ideologische Keule auspacken, sobald pragmatischer Gestaltungswille gefragt ist. Beispiel Hafencenter: Die GAL verliert sich in der zentralen politischen Frage 2019 in Grabenkämpfen, der Bündnispartner hängt in der Luft. Die CDU lässt die gemeinsame Rathausmehrheit trotzdem nicht platzen. Und schluckt die Kröte – wie die Verkehrswende, die zu Lasten der Autofahrer geht. Denn: Ohne Grüne wird es auch nach der Kommunalwahl 2020 in Münster schwer, eine stabile Mehrheit zu finden.

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