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Schüler knacken Rekord

Demo für die Eisbären am Nordpol

Münster. Einige hundert Jugendliche und Erwachsene nehmen an der Demo für den Klimaschutz teil, die am Samstagmorgen auf dem Stubengassenplatz stattfindet.

Lukas Speckmann

Etwa 80 Demonstranten sind auf dem Stubengassenplatz. Foto: Lukas Speckmann

Clara freut sich: „Alle die sich angemeldet haben, sind da - und noch ein paar mehr!“ Zur Eröffnung ihrer Demo sind etwa 70 oder 80 Teilnehmer gekommen, aber im Lauf der nächsten Stunden werden es mehr; und schließlich gibt es ja auch die Laufkundschaft, die wissen will, was hier eigentlich los ist. So erreichen Clara und Kaya und ihr Helferteam am strahlend schönen Samstagmittag einige Hundert Neugierige, die wissen wollen, worum es hier geht: Um den Klimaschutz im Allgemeinen und die Eisbären im Besonderen.

Gerade einmal zehn und elf Jahre alt sind Clara und Kaya. Die beiden Schülerinnen aus Münster sind die jüngsten Demonstrantinnen, die jemals eine Kundgebung beim Polizeipräsidium am Friesenring angemeldet haben.„Wir haben Satellitenbilder gesehen und wissen, wie dramatisch die Arktis schmilzt und damit den  Lebensraum für die Eisbären zerstört. Deshalb haben wir beschlossen, darauf aufmerksam zu machen“, meinen die beiden Mädchen. Erst sollte es ein Flashmob sein, auch eine Spendenaktion war von den Marienschülerinnen angedacht. Nun ist es eine Demo. „Wir alle müssen mehr über die Erderwärmung und die Folgen für die Tierwelt nachdenken. Die Politiker sind nur wenige, aber die Weltbevölkerung viele“, sagt Clara.

Mit Transparenten, Trillerpfeifen, Plüschbären und Eisbärmasken ausgerüstet, machen die jungen Demo-Teilnehmer auf das Schicksal der Eisbären aufmerksam. Clara und Kaya haben ein starkes Team dabei. Etwa ihre Mitschülerinnen Ziena, Mara, Carlotta und Marie, die am Infostand mithelfen, Flyer verteilen und Passanten ansprechen. Und natürlich ihre Eltern, die von der Polizei offiziell als „Versammlungsleiter“ benannt wurden. Außerdem macht Maxim Podobed aus Bochum mit: Er ist von der WWF-Jugendorganisation, und er zeigt sich vom Einsatz der Kinder schwer beeindruckt: „Unglaublich, was die auf die Beine gestellt haben.“ Auf dem Stubengassenplatz gibt es auch einen Infostand mit Material vom WWF.

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