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Kundgebung im Bahnhofsviertel

Demonstranten fordern autonomes Zentrum

Münster

Demo im Bahnhofsviertel: Laut Polizei sind rund 115 Menschen am Freitagabend für ein autonomes Zentrum und gegen die Verdrängung der am Bahnhof angesiedelten Szene auf die Straße gegangen. Unter ihnen war auch ein OB-Kandidat.

Pjer Biederstädt

Rund 115 Demonstranten zogen laut Polizei am Freitagabend durch das Bahnhofsviertel. Foto: Pjer Biederstädt

Unter dem Motto „Wir holen uns die Stadt zurück!“ haben am Freitagabend laut Polizei rund 115 Menschen für ein autonomes Zentrum und gegen die Verdrängung der am Bahnhof angesiedelten Szene und Polizeigewalt demonstriert.

Veranstaltet hat die Kundgebung die Kampagne „Aber Dalli“. Weitere linksorientierte Gruppierungen folgten dem Aufruf und zogen unter antikapitalistischen Gesängen – begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot – vom Treffpunkt an der 2019 kurzzeitig besetzten alten Zentrale der Deutschen Bahn an der Hafenstraße 70 über die Bahnhofstraße, Wolbecker Straße, Bremer Platz zum Hansaring. Am Startpunkt, vor der Bundespolizei-Wache und an der Baustelle des Hafenmarktes gab es Redebeiträge.

Kampagne „Aber Dalli“ 

Dabei kritisierte die Kampagne „Aber Dalli“ vor allem die Stadtplanung, die laut einer Mitteilung der Veranstalter von neoliberaler Politik geprägt sei. Fortlaufende Privatisierungen, steigende Mietpreise und zunehmende öffentliche Überwachung gingen einher mit staatlich durchgesetzter Verdrängung, heißt es dort weiter. Die Kampagne strebe ein Bahnhofsviertel an, in dem alle solidarisch zusammenleben, in dem Platz für Drogenberatungsstellen und auch ein autonomes Zentrum ist.

Unter den Demonstranten war auch Ulrich Thoden, OB-Kandidat der Linken. Er unterstütze den Protest gegen Polizeigewalt. Auch er kritisierte die Verdrängung der Trinker- und Drogenszene, die mit der Umgestaltung des Bahnhofsviertels, etwa durch den Bau des Hansatores, einherginge.

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