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CDU fordert stärkere Unterstützung für Schulen

Den Kindern helfen – und ihnen die Ferien lassen

Münster

Noch sind die Schulen im Teil-Lockdown – aber CDU-Politiker aus Münster fordern jetzt stärkere Unterstützung für Schulen, Kinder und Jugendliche nach der Corona-Zeit. Denn die Folgen der Pandemie seien schwerwiegend.

Karin Völker

Öfter schlechte Laune: Die Folgen der Pandemie für Kinder sind nach einer aktuellen Umfrage der Katholischen Elternschaft Deutschlands schwerwiegend. Foto: Patrick Pleul/dpa

Die CDU Münster richtet angesichts der nun anstehenden vielfältigen Öffnungen den dringenden Appell, die Kinder und Jugendlichen – die ja bisher nicht durch eine Impfung geschützt werden können – ganz besonders im Blick zu behalten.

Das betonte CDU-Ratsfrau Carmen Greefrath in einer Pressekonferenz. Denn: Das seelische Befinden vieler Kinder und Jugendlichen sei nach über einem Jahr in der Pandemie schwer belastet. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Befragung der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KEB) bei Schülern, Lehrern und Eltern vorwiegend kirchlicher Schulen im ganzen Bundesgebiet, deren Ergebnisse die Vorsitzende Marie-Theres Kastner, ehemals münsterische CDU-Landtagsabgeordnete und Schulpolitikerin, vorstellte. Demnach sagen jeweils 40 Prozent der befragten Gruppen, es gehe den Kindern im zweiten Lockdown schlechter als vor einem Jahr. Die Schülerinnen und Schüler sagen mehrheitlich, sie seien in „Null-Bock-Stimmung“, oft traurig, oder schnell wütend.

Nicht zum Normalprogramm übergehen

Für die CDU Münster folgt daraus, dass die Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen nicht nach den Sommerferien wieder zum Normalprogramm der Vor-Corona-Zeit übergehen können, so CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Nacke. Für Meik Bruns, CDU-Ratsherr und Vorsitzender des Schulausschusses, ist klar, dass ein besonderes Augenmerk auf die Schulsozialarbeit gelegt werden müsse. Sie dürfe keinesfalls an einzelnen Schulen zurückgefahren werden.

Bruns und Greefrath sprechen sich auch vehement dagegen aus, den Kindern durch Nachhilfeprogramme die Sommerferien zu nehmen. Hier müssten Freizeitangebote der Träger der Jugendhilfe im Vordergrund stehen. Die CDU fordert außerdem, dass auch Schüler der Berufskollegs von der Kommune mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden.

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