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Streitfall Parken auf Gehwegen

Der erlaubte Gesetzesverstoß

Münster

Autos dürfen nicht auf Gehwegen parken – dennoch droht den Haltern nicht automatisch ein Knöllchen, wenn sie gegen diese Regelung aus der Straßenverkehrsordnung verstoßen. Anlieger von Vierteln, in denen viele Pkw parken, können das nicht immer nachvollziehen.

Martin Kalitschke

Marie Wohlhage (mit Fahrradanhänger) und ihre Nachbarin Margret Deiters ärgern sich immer wieder über zugeparkte Bürgersteige. Roland Wegmann hat Fotos von Parkverstößen gemacht. In den drei hier abgebildeten Fällen (r.) wäre laut Ordnungsamt jedes Mal ein Knöllchen fällig gewesen. Foto: kal/Wegmann

Streitfall Parken: Immer mehr Münsteraner scheint die Frage zu umtreiben, wie viele Autos ihr Viertel noch verträgt – oder ob nicht schon die vorhandenen Fahrzeuge viel zu viel Raum einnehmen. Marie Wohlhage, wohnhaft im Kreuzviertel und Mutter von zwei Kindern, hat nun einen Brief an Oberbürgermeister Markus Lewe geschrieben. „Ich lade Sie herzlich zu einem Spaziergang mit einem Ihrer Enkel durchs Kreuzviertel ein“, so Wohlhage. Tagesmütter, Rollstuhlfahrer und Kinderwagen müssten an vielen Stellen auf die Straße ausweichen, weil Pkw auf Bürgersteigen parken. „Bitte lassen Sie Stellen markieren, wo geparkt werden darf“, appelliert sie an den OB. „So kann es nicht weitergehen.“

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