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Fußverkehrs-Check NRW

Der Weg zu Fuß soll attraktiver werden

Münster

Wie kann der Weg zu Fuß attraktiver werden? Das will der „Fußverkehrs-Check NRW“ ermitteln. Zu den zwölf ausgesuchten Kommunen gehört auch Münster.

Dirk Anger

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (r.) überreicht Oberbürgermeister Markus Lewe die Urkunde zum „Fußgänger-Check“. Foto: Matthias Ahlke

Die ursprünglichste und umweltfreundlichste Form der Fortbewegung rückt an diesem Freitagvormittag in den Blickpunkt: der Gang zu Fuß. Dessen Vorteile preist NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst bei seiner Visite in Münster: „Wer häufig zu Fuß geht, hält sich fit und die Luft sauber.“

Voraussetzung sind natürlich gute Fußwege, wie der Minister weiß. Daran kann Münster nun mithilfe des Landes noch etwas mehr tun. Denn die Domstadt ist eine von zwölf Kommunen landesweit, die bei der dritten Runde des „Fußverkehrs-Checks NRW“ mitmachen darf.

Begehungen in der Innenstadt

Eine entsprechende Urkunde überreicht Minister Wüst vor den Stufen des Rathauses an Oberbürgermeister Markus Lewe. Verbunden damit sind zwei Begehungen von Routen in der Innenstadt sowie Workshops, eine Stärken-Schwächen-Analyse und ein Maßnahmenplan – alles unter Begleitung eines Planungsbüros aus Dortmund.

In der Mobilitätskette seien die Fußgänger das selbstverständlichste wie schwächste Glied, erklärt Oberbürgermeister Lewe. „Häufig wird beklagt, dass zu wenig Rücksicht genommen wird.“ Dieses könnte sich auf der Achse von der Windthorststraße quer durch die Innenstadt zum Kiepenkerl künftig verändern. Denn diesen Bereich will die Stadt nach Lewes Worten dank der Unterstützung durch das „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ unter die Luppe nehmen – natürlich im Austausch mit Fußgängern aller Altersgruppen.

Fußverkehr macht elf Prozent aus

Aktuell liegt der Anteil des Fußverkehrs in Münster bei elf Prozent, wie der Minister offenlegt. Zum Vergleich: Rund 43 Prozent des Verkehrs auf den Straßen der Domstadt machen Radler aus. Doch mit einem neuen im März auf den Weg gebrachten Gesetz will NRW laut Wüst künftig sicherstellen, „dass der Fußverkehr erstmals als gleichrangige Mobilitätsform neben Auto, Fahrrad, Bus und Bahn steht“.

Einen Schritt in diese Richtung unternimmt Münster mit dem „Fußverkehrs-Check“. Insgesamt 120 000 Euro stellt das Land jährlich für dieses Programm zur Verfügung.

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