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Investitionen in die Infrastruktur

Diakonie setzt auf die Zukunft

Münster

Die Diakonie lässt sich durch Corona nicht kleinkriegen. Wichtige Infrastruktur-Projekte sind in den vergangenen Monaten vorangekommen. Zugleich haben viele Bewohner und Beschäftigte das Impfangebot angenommen.

Martin Kalitschke

Sven Waske (kl. Foto) stößt im Sommer als Theologischer Vorstand zur Diakonie Münster. Ebenfalls im Sommer soll das Diakonische Zentrum an der Kinderhauser Westhoffstraße (gr. Foto) bezugsfertig sein. Foto: Oliver Werner

Corona, immer wieder Corona: Die Pandemie hat im zurückliegenden Jahr auch die Arbeit der Diakonie Münster bestimmt. Mitarbeiter, Bewohner und Patienten „sind müde“, sagt Geschäftsführer Ulrich Watermeyer. Die großen Projekte konnte Corona indes nicht stoppen, im Gegenteil. Baumaßnahmen wurden vollendet oder auf den Weg gebracht, neue Stellen geschaffen, Angebote teilweise noch stärker nachgefragt als zuvor, betonten die Mitarbeiter am Donnerstag auf ihrer Jahrespressekonferenz.

Mit den Impfungen kehrt Normalität zurück

Unterm Strich, so Watermeyer, sei die Diakonie gut durch die vergangene Zeit gekommen. Und gut seien auch die Voraussetzungen dafür, dass diese positive Entwicklung weitergehen wird. Mit den Impfungen ziehe wieder mehr Normalität in die Einrichtungen ein.

Mittlerweile seien in allen vier Seniorenzentren die Zweitimpfungen erfolgt, die Impfquote liege bei den Bewohnern bei 95 Prozent, bei Mitarbeitern bei über 80 Prozent. Aktuell sei das Pflegepersonal stark mit der Organisation und Durchführung von Schnelltests belastet. Die Diakonie hofft, dass die Testfrequenz bald reduziert werden kann.

Entlastung für Pflegepersonal in Sicht

Für das Pflegepersonal in den stationären Einrichtungen sei bereits Entlastung in Sicht. Dank des neuen Gesetzes zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege erhalte die Diakonie 13 zusätzliche Stellen, die über die Pflegekassen finanziert werden.

Auf verschiedenen Ebenen habe die Diakonie in die Infrastruktur investiert. Die Modernisierungsmaßnahmen in Haus Siemeon – Kostenpunkt: acht Millionen Euro – sollen bis zum Sommer 2022 abgeschlossen sein. Nebenan entstand derweil eine neue Tagespflegeeinrichtung. Bis zum Sommer 2021 soll das neue Diakonische Zentrum an der Westhoffstraße in Kinderhaus fertig sein. Dort ziehen eine Heilpädagogische Tagesgruppe, eine Jugendwohngruppe, zwei Apartments und eine soziale Beratungsstelle ein. Derweil werden in der Betreuten Wohnanlage des Handorfer Hofes neuartige digitale Assistenzsysteme, darunter eine Sturzerkennung, getestet.

Mehr Nachfrage nach Beratung in der Pandemie

Die Nachfrage nach Beratungsangeboten zu Themen wie Familie, Schulden, Sucht oder Wohnungsnot habe in Zeiten von Corona zugenommen, so Marion Kahn, Geschäftsführerin des Beratungs- und Bildungscentrums (BBC) – gerade im zweiten Lockdown. Zusätzliche Telefonsprechstunden seien eingerichtet worden.

Zum Sommer wird Pfarrer Sven Waske als Theologischer Vorstand zur Diakonie stoßen. Er war zuletzt als Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche in Deutschland tätig, dort verantwortete er den Bereich Online und Strategie. Der Einführungsgottesdienst ist für September geplant.

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