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Sonderausstellung „Wildlife Photographer of the Year“

Die 100 besten Tierfotos im Zoo

Münster

Jahr für Jahr werden die 100 besten Tierfotos ermittelt. Zu sehen sind sie aktuell im münsterischen Pferdemuseum.

Von Helmut P. Etzkorn

Sybill Ebers, Direktorin des Pferdemuseums im Allwetterzoo, vor einem der Siegerbilder in der Sonderausstellung „Wildlife Photographer of the Year“. Der russische Fotograf Dmitry Kogh hat den Eisbären auf einer menschenleeren Insel in einem früher einmal besiedelten Haus erwischt, wie er gerade Ausschau nach Beute hält. Foto: hpe

Als der russische Fotograf Dmitry Kogh auf der kleinen und inzwischen unbewohnten Insel Koljutschin in einem längst verlassenen Haus sah, wie sich dort etwas bewegte, griff er zur Kamera. Und erwischte den perfekten Moment. 20 Eisbären tummelten sich in der Geisterstadt, eine davon blickte neugierig und platziert wie in einem Bilderrahmen aus einem Fenster. Klick und Sieg für Kogh.

Mit dem Foto von der „geisterhaften Begegnung mit Eisbären“ sicherte er sich einen Platz und den 100 besten Fotos im Wettbewerb „Wildlife Photographer of the Year“. Ab Samstag können alle prämierten Meisterfotos, ausgewählt unter fast 40 000 Einsendungen aus 93 Ländern, im Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo betrachtet werden.

Wettbewerb hat sich verändert

„Bereits zum elften Mal in Folge zeigen wir als bundesweit erstes Museum die Schau der Preisträger, und es hat sich in den Jahren einiges verändert“, so Sybill Ebers, Direktorin des Pferdemuseums. In den ersten Jahren des renommierten Wettbewerbes, veranstaltet vom Natural History Museum in London, waren es noch klassische Tierportraits, die bei der Jury Bestnoten bekam. Inzwischen, so Ebers, „erzählen die Bilder eine Geschichte“. So wie der Eisbär, der kurzerhand eine verlassene menschliche Siedlung übernommen hat. Ausgezeichnet werden inzwischen auch dokumentarische Bilder, die den Klimawandel und die Zerstörung des Lebensraums für wildlebenden Tiere zum Thema haben. Junge Naturfotografen bekommen mit ihren Erstlingswerken eine große Bühne, auch das Thema „Natur in der Stadt“ wird auf den großformatigen Bildern faszinierend in Szene gesetzt.

Ausstellung bis zum 10. April zu sehen

Gewonnen hat in diesem Jahr das Motiv „das große Summen“. Es zeigt eine erst auf den zweiten Blick erkennbare Kugel aus männlichen Kaktusbienen in Texas, die um ein einziges Weibchen drängen. Erst bei genauen Hinsehen entdeckt man, was Fotografin Karine Aigner mit dem Makroobjektiv perfekt fokussierte.

Und der Fotografen-Nachwuchs, oft bildtechnisch nur noch mit dem Smartphone unterwegs, hat offenbar auch schon das Gespür für das Besondere. So wie Katanyou Wuttichaitanakom, der einen Wal mit aufgerissenem Maul ganz nah an seinem Boot fotografierte. Jedes Detail ist perfekt abgebildet. Sehenswert.

Die Ausstellung der weltbesten Tier- und Naturfotografien ist bis zum 10. April im Pferdemuseum zu sehen.

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