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Debatte um autofreie Frauenstraße

„Die Diskussion ist rein bauchgesteuert“

Münster

Am Dienstag gab es das erste Anwohnergespräch zur autofreien Frauenstraße. Ein umstrittenes Thema. Auch auf der Facebook-Seite unserer Zeitung gab es unterschiedlichste Meinungen dazu.

Von Jan-David Runte

Foto: dpa (Symbolbild)

Die Initiative um eine autofreie Frauenstraße wird nicht nur in der Straße selbst heiß diskutiert. Auch auf Facebook äußerten sich einige User zu dem Vorschlag:

„Verdrängt ruhig die Autos überall in Münster. Gleichzeitig verdrängt man damit die vielen für Münster wichtigen Auswärtigen, die zum Bummeln und Einkaufen nach Münster kamen...“, schreibt Dietmar Kue. Peter Henkenborg entgegnet ihm: „Denke, da ist Onlineshopping eher das Problem als irgendwelche fiktiven Kunden, die wegbleiben könnten. Da musst du halt mal ein paar Meter laufen und nicht vor dem Laden parken.“

Heinrich Schulte-Brömmelkamp spricht noch einen weiteren Aspekt an: „Ich denke, der Straßenverkehr wird nicht verringert, er wird nur verlagert.“

Netty aber ist klar für eine solche Initiative: „Es wird Zeit, die Innenstadt nur noch für Anwohner*innen und Radfahrer*innen attraktiv zu machen. Die Blechlawine, die jeden Tag durch die Stadt rollt, muss nicht sein.“ Dazu müsse aber erst einmal der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden.

Yvonne Purucker kritisiert die Diskussion an sich: „Mein Eindruck ist, die Diskussion ist derzeit rein bauchgesteuert. Gibt es belastbare Zahlen zur täglichen Nutzung der Frauen- und Hörsterstraße? So eine Datenbasis wäre m.E. die einzige solide Grundlage für Entscheidungen.“

Auch Christiane Alt-Epping stört sich an der Methode: „Gibt es irgendwann mal ein Gesamtkonzept? Dieses ganze Klein-Klein ist einfach nervtötend.“

Anja Kallfelz fasst sich kurz: „Das wäre großartig.“

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