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Rundgang „Rätselhaftes Münster“

Die Domstadt neu erleben

Münster

Ganz neue Sicht auf Münster: Beim Stadtrundgang „Rätselhaftes Münster“ konnten die Teilnehmenden Details zu der Stadt erfahren, die den meisten kaum bekannt sind.

Von Jan-David Runte

Bei dem neuen Stadtrundgang „Rätselhaftes Münster“ konnten die Teilnehmenden Details zu der Stadt erfahren, die den meisten kaum bekannt sind. Foto: Jan-David Runte

„Wer kannte das noch nicht?“, fragt Ralf Klötzer die Teilnehmenden des Stadtrundgangs „Rätselhaftes Münster“ immer wieder. Ein Großteil von ihnen zeigt auf – diese Führung bietet auch für langjährige Münsteranerinnen und Münsteraner einen neuen Blick auf ihre Stadt.

Auf ihrem Weg durch die Altstadt und das Südviertel lernen die Teilnehmenden die unterschiedlichsten Facetten Münsters kennen. Vieles hat einen geschichtlichen Hintergrund: Auf der Aabrücke am Bispinghof betrachteten sie beispielsweise ein Sühnekreuz. Das Aufstellen solcher Kreuze stellte früher eine Strafe für Verbrecher dar. Gleichzeitig sollte die Gesellschaft so frommer werden, da man vor einem Kreuz stehen bleiben und beten musste.

Immer entlang des Kalenders

Die Stationen des rund zweistündigen Rundgangs von Statt-Reisen Münster orientieren sich am Kalender „Rätselhaftes Münster“, der 2022 zum zehnten und vorerst letzten Mal herausgekommen ist. Insgesamt 120 versteckte oder rätselhafte Orte wurden mit den Kalendern abgedeckt. „Damit ist Münster so ziemlich abgeklappert“, meint Stadtführer Klötzer. Mit den zehn Stationen des Rundgangs kombinierte Klötzer fünf Motive des aktuellen Kalenders mit Orten älterer Ausgaben.

Eine weitere Station auf dem Weg durch das Südviertel war die Marks-Haindorf-Stiftung. Das ehemalige jüdische Lehrerseminar wurde während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten als Sammelpunkt zur Deportation münsterischer Jüdinnen und Juden genutzt.

Wer mehr Orte mit interessanter Geschichte kennenlernen möchte, hat am 17. Juli noch einmal die Möglichkeit dazu. Zu erfahren gibt es zum Beispiel noch, wo sich in Münster ein Ein-Mann-Bunker befindet. Oder auch, was es mit den Skulpturen am Ludgeri-Kreisel und der St.-Ludgeri-Kirche auf sich hat.

Der Rundgang kostet zehn Euro. Bei Interesse wegen zusätzlicher Führungen können sich Gruppen an Statt-Reisen Münster wenden.

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