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Geburten

Die ersten Neujahrsbabys: Lotte, Lorik, Leo lockt das Leben

Münster

Lotte, Lorik und Leo sind Münsters erste Neujahrsbabys. Sie kamen im St.-Franziskus-Hospital, im Herz-Jesu-Krankenhaus und im Clemenshospital zur Welt.

Von Maria Conlan und Lukas Speckmann

Lotte kam am Neujahrstag um 0.03 Uhr im St.-Franziskus-Hospital zur Welt; hier schläft sie auf dem Arm von Papa Christoph Enning. Foto: St.-Franziskus-Hospital/Marlene Lepper

Keiner ist so schnell wie Lotte: Drei Minuten nach Beginn des neuen Jahres kam sie im St.-Franziskus-Hospital zur Welt. Münsters erstes Neujahrsbaby ist zugleich das erste Baby von Lara Kubitzke und Christoph Enning; Lotte wiegt 3200 Gramm und misst vom Scheitel bis zur Sohle 53 Zentimeter.

Lotte hielt ihren ersten Platz zweieinhalb Stunden lang unangefochten. Dann meldete sich im Hiltruper Herz-Jesu-Krankenhaus der kleine Lorik zu Wort: Er kam um 2.51 Uhr zur Welt. Auf Platz drei: Leo. Er schien sich zunächst noch etwas Zeit nehmen zu wollen – doch dann ging alles ganz schnell: Um 10.54 Uhr wurde er im Clemenshospital geboren.

Mehr Jungs als Mädchen

Lotte, Lorik, Leo: Es gibt doch bestimmt noch einen zweisilbigen Namen mit L fürs Uniklinikum . . . Theoretisch ja. Praktisch allerdings wollte am UKM am Neujahrstag kein einziges Kind zur Welt kommen.

Dabei wurde 2021 in Münster rein statistisch alle zwei Stunden ein Kind geboren: Im Standesamt wurden bis zum 23. Dezember rund 6300 Geburten beurkundet, etwa 3000 Mädchen, 3300 Jungen.

Erst hat sich der kleine Leo noch Zeit gelassen, fast so, als ob er die Jahreswende noch hätte abwarten wollen. Doch dann ging alles ganz schnell und am 1. Januar um 10.54 Uhr war er das erste Baby, das 2022 im Clemenshospital geboren wurde. Seine Eltern Nora und David Gosmann genießen noch die Ruhe auf der neuen geburtshilflichen Station 4C, bevor es in den nächsten Tagen mit dem neuen Familienmitglied zurück nach Ottmarsbocholt geht. Foto: Michael Buehrke

Die meisten Geburten verzeichnet auch im vergangenen Jahr wieder das Franziskus-Hospital: 2535 Kinder kamen dort zur Welt, darunter 67 Zwillingspaare. „Wir freuen uns, dass die Geburtenzahlen in unserem Hospital leicht gestiegen sind“, betont der Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Nikolaos Trifyllis.

Und die leitende Oberärztin Dr. Anke Hövels ergänzt: „Unser Dank gilt dem gesamten, sehr engagierten Team, das auch in diesem Jahr erneut unter erschwerten Corona-Bedingungen alle werdenden Mütter bestmöglich und individuell begleitet hat.“

Höchste Geburtenzahl seit Jahrzehnten

Die höchste Geburtenzahl der vergangenen 30 Jahre verzeichnete ebenso das Clemenshospital mit insgesamt 1815 Geburten (1832 Kinder, 17 Zwillingspaare, 961 Jungen, 871 Mädchen). Ein Aufwärtstrend der Geburtenzahlen, der sich im Südviertel schon seit einigen Jahren fortsetzt. Mehr Jungen (627) als Mädchen (550) wurden ebenfalls im Uniklinikum geboren: Unter den 1127 Kindern waren dort auch 50 Zwillingspaare.

Marie und Emil sind die Spitzenreiter

In diese Steigerungsraten reiht sich das Herz-Jesu-Krankenhaus in Hiltrup ein – mit sechs Prozent mehr Geburten als im Vorjahr: Von den 790 Geburten in Münsters Süden gab es drei Geburten unter Covid-19-Bedingungen, dabei musste eine Patientin auf die Intensivstation. Alle Kinder kamen gesund auf die Welt, und die Mütter sind wieder wohlauf. Auch dort waren die männlichen Säuglinge in der Mehrzahl.

Das Geburtshaus in Münster meldet für 2021 88 Geburten. Bis Ende Juli sei man bereits ausgebucht, heißt es. Ein neuer, größerer Standort werde gesucht.

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