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Kommunalwahl in NRW: Münster

Die großen Reizthemen beim OB-Check: Fahrradstraßen, Freizeitbad und Hafenmarkt

Münster

Kontrovers diskutierten die OB-Kandidaten Markus Lewe, Michael Jung und Peter Todeskino über die Themen, die zurzeit viele Münsteraner beschäftigen. Hier ein Überblick.

Martin Kalitschke

Münsters Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters stellten sich am Mittwochabend im Livestream den Fragen der WN-Leserinnen und Leser. Foto: Oliver Werner

Autofreie Innenstadt und Musikcampus, Hafencenter und bezahlbares Wohnen: Kontrovers diskutierten die OB-Kandidaten über die Themen, die die Münsteraner beschäftigen. Eine Auswahl:

  • Verkehr: Kritik an der Umsetzung der roten Fahrradstraßen übt Michael Jung (SPD). Die Anwohner seien kalt erwischt worden. Markus Lewe (CDU) räumt ein, dass die Kommunikation zum Teil „nicht gut“ gewesen sei, die Stadt werde aber an den roten Straßen festhalten. Peter Todeskino (Grüne) verteidigt die Idee einer autofreien Innenstadt, die Bürgerschaft solle dabei mitgenommen werden. Lewe lehnt Verbote ab und plädiert für Angebote, damit der Radverkehrsanteil zunimmt.
  • Wohnen: Todeskino fordert, dass die Stadt verstärkt Grundstücke erwerben sollte. Jung bekräftigt seine Forderung nach einem neuen Stadtteil, CDU und Grüne hätten in den vergangenen Jahren zu sehr auf die Bremse getreten.
  • Hafenmarkt: Jung spricht von einem „sehr guten Kompromiss“, eine Bauruine sei keine Lösung. Todeskino bezeichnet das Projekt als „großen Fehler“. Man sollte noch mal mit den Investoren reden. Lewe zeigt sich zuversichtlich, man werde die Verkehrsproblematik schon hinbekommen.
  • Gewerbesteuer: Alle Kandidaten sprechen sich gegen eine Erhöhung aus.
  • Musikcampus: Todeskino spricht von einem „interessanten städtebaulichen Projekt“, über das am Ende die Bürger entscheiden sollten. Jung fordert Klarheit über die Kosten und bringt erneut den Alternativstandort Hör­sterparkplatz ins Spiel. Lewe stellt klar, dass es für „längere Schleifen“ keinen Bedarf mehr gebe.
  • Sport- und Freizeitbad: Die CDU sei schon immer dafür gewesen, es habe aber derzeit nicht oberste Priorität, so Lewe. Für Jung ist ein solches Bad „dringend notwendig“, Todeskino hält es für „nicht finanzierbar“.
  • Corona und die Folgen: Lewe fordert, wichtige Projekte nicht über Bord zu werfen, es sei aber nicht die Zeit für neue große Projekte. Alle sind sich einig, die Digitalisierung der Stadt, und dabei vor allem der Schulen, noch mehr voranzutreiben. Zurückhaltend äußern sich die Kandidaten zu Weihnachtsmarkt und Karneval.

Hier der komplette Livestream zum OB-Check:

Acht Mal „Ja oder Nein?“: Nur bei drei Fragen waren sich alle einig

Acht Fragen und acht Mal nur die Möglichkeit, mit Ja oder Nein zu antworten. Für die drei Oberbürgermeister-Kandidaten Markus Lewe, Michael Jung und Peter Todeskino war dieser Block beim Kandidaten-Check sichtbar anstrengend. Hier die Ergebnisse.

Passt es zu Münster, dass sich im Jahr 2020 keine Frau unter den Oberbürgermeister-Kandidaten befindet?

Unternimmt die Stadt Münster genug für den Klimaschutz?

Sind Sie für höhere Parkgebühren in der Innenstadt?

Sind Sie für einen Ausbau der B 51 zwischen Münster und Telgte, um eine bessere Autoanbindung von und nach Ostwestfalen zu haben?

Ist ein gemeinsamer Musik-Campus von Universität und Stadt ein sinnvolles Projekt?

Soll der Wochenmarkt nach Corona weiter auch auf dem Prinzipalmarkt stattfinden?

Werden Sie den Aus- und Umbau des Preußen-Stadions vorantreiben?

Stichwort Flyover Aegidiitor: Halten Sie die zehn Millionen Euro teure Radverkehrsbrücke zwischen Bismarckallee und Promenade für sinnvoll?

(-kb-)

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