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Ansteckende Hautkrankheit

Die Krätze breitet sich in Münster aus

Münster

Wenn die Haut juckt, kann das die Krätze als Ursache haben. Die ansteckende Hautkrankheit schien lange vergessen zu sein. Doch die Zahl der Fälle in Münster hat wieder zugenommen.

wn

Krätze (Skabies) ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Parasiten, so genannte Krätzmilben, ausgelöst wird. Foto: AOK/hfr

Die Zahl der Krätze-Fälle ist in Münster im Jahr 2019 gestiegen. Insgesamt wurden 1467 Fälle verzeichnet, 9,1 Prozent mehr als im Vorjahr mit 1345 Fällen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK Nord-West hervor.

„Krätze ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Parasiten ausgelöst wird. Um sie schnell wieder los zu werden, ist eine Behandlung mit Salben und gegebenenfalls auch mit Tabletten notwendig“, sagt AOK-Regionalleiter Michael Faust in einer Pressemitteilung.

Erkrankung wieder auf dem Vormarsch

Lange Zeit schien Krätze (Skabies) vergessen zu sein. Doch die Zahlen belegen, dass die Erkrankung wieder auf dem Vormarsch ist. Typische Symptome sind starker Juckreiz und eine schuppig-krustige Haut mit kleinen Knötchen. Durch den starken Juckreiz ist die Haut oft mit blutigen Kratzspuren übersät. Die Symptome entstehen vor allem durch eine Hautentzündung.

Wenn Krätzmilben die Haut besiedeln, werde die Haut geschädigt. Dadurch reagiert das Immunsystem und es kommt zu entzündlichen Prozessen mit den typischen Hautveränderungen. Die Übertragung einer einzigen Milbe reicht schon aus, um Krätze zu verursachen. Daher könne eine Ansteckung mit Krätze jeden treffen und habe nicht unbedingt etwas mit mangelnder Hygiene zu tun, heißt es weiter.

Ansteckung nur bei engem Hautkontakt

Das Risiko einer Ansteckung sei umso höher, je mehr Krätzmilben sich auf der Hautfläche befinden. Direkt von Mensch zu Mensch ist die gewöhnliche Krätze nur dann ansteckend, wenn ein enger, großflächiger Haut-zu-Haut-Kontakt über einen Zeitraum von mindestens fünf bis zehn Minuten besteht.

Dementsprechend sind Händeschütteln, Umarmungen oder eine Untersuchung der Haut von Patienten mit gewöhnlicher Skabies ohne Risiko. Auch eine indirekte Übertragung über Kleidung, Handtücher oder Bettwäsche ist möglich. So kann es auch in Kindergärten, Gemeinschaftseinrichtungen oder in Alten- und Pflegeheimen zur Ansteckung kommen.

Kleidung und Handtücher heiß waschen

Sinnvoll sei es, Kleidung, Handtücher und Bettwäsche bei einem Befall täglich zu wechseln und bei 60 Grad zu waschen. Geht dies bei bestimmter Kleidung nicht, sollte diese für mehrere Stunden im Gefrierschrank bei mindestens Minus 25 Grad aufbewahrt werden.

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