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Rotary-Clubs

Aktion Sternstrahlen bringt 50.000 Euro

Münster

Seit 17 Jahren läuft die Aktion Sternstrahlen, bei der die Rotarier Geld für benachteiligte Familien und vor allem deren Kinder sammeln. Auch 2021 ist einiges zusammengekommen.

Von Björn Meyer

Dr. Christian Badde (v.l.), Julia Kuzmin, Schwester Diethilde (Franziskanerinnen), Daniela Plaumann und Klaus Neidhardt präsentieren in großen Zahlen die zusammengebrachte Summe. Foto: Björn Meyer

Caritas-Mitarbeiterin Julia Kuzmin holt einmal tief Luft, als sie auf die Projekte angesprochen wird, die jährlich durch die Aktion Sternstrahlen der münsterischen Rotary-Clubs unterstützt werden. „Ich möchte mal eine Geschichte erzählen“, sagt Kuzmin und berichtet von einem neunjährigen Mädchen, die als Geflüchtete nach Deutschland kam. Das Mädchen, das sie im Sommer getroffen habe, sei traurig gewesen. „Sie hat mir gesagt, sie habe nichts zu erzählen, wenn sie nach den Ferien wieder in die Schule gehe“, erzählt Kuzmin. Dann aber habe die Caritas, ermöglicht durch finanzielle Mittel von Sternstrahlen, einen Ausflug zum Freizeitpark Ketteler Hof in Haltern am See organisiert. „Es ist ja nicht nur das Erlebnis, so etwas stärkt auch das gesamte Selbstbewusstsein“, schließt Kuzmin.

Im kommenden Jahr sollen es wieder mehr als 30 Projekte sein, die Caritas und Diakonie mit den durch die Aktion zur Verfügung gestellten Mitteln möglich machen wollen. Die Ferienbetreuung Zauberburg der Diakonie in Angelmodde ist nur eines davon.

Neben den beiden Wohlfahrtsverbänden und natürlich den Rotariern, die sich in der Vorweihnachtszeit „dafür gerne kalte Füße holen“, wie Dr. Christian Badde mit einem Augenzwinkern betont, machen das letztlich vor allem die Münsteraner gemeinsam möglich. Genauer gesagt diejenigen, die in der Weihnachtsmarktzeit an die, durch die Schausteller-Familie Heitmann zur Verfügung gestellte, Bude an den Drubbel kommen, um Geld zu geben. Jeder so viel, wie er eben meint. Dafür gibt es dann ein kleines Märchenbuch sowie Weihnachtskarten oder Geschenkpapier, die Künstlerin Silke Rehberg mit textlicher Unterstützung von Burkhard Spinnen designt.

Spenden auf verschiedenen Wegen

Nichts vom Spendenbetrag fließe aber in diese Materialien. Das gesamte gesammelte Geld komme allein den Projekten der Wohlfahrtsverbände zugute und damit benachteiligten Familien und vor allem ihren Kindern, betonen die Rotarier. Rund ein Drittel der aktuellen Summe sei an der Bude zusammengekommen. Hinzu kämen weitere private Spender sowie Unternehmen, zählt Badde auf.

So kamen letztlich 50.000 Euro zusammen: „Eine Summe, mit der wir nicht mal gewagt hätten, zu planen“, sagt Badde und erinnert an die Unwägbarkeiten der Vorweihnachtszeit, in der der Weihnachtsmarkt lange Zeit fraglich war. Die Liste, wofür das Geld verwendet wird, ist lang – aber bei Weitem nicht so lang wie die der Kinder und Jugendlichen, denen die Projekte zugute kommen. „Manchmal sind es vielleicht auch nur Kleinigkeiten, aber sie bewirken viel“, so Daniela Plaumann von der Diakonie.

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