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Architekturstudentin für Masterarbeit ausgezeichnet

Die perfekte Wohnung fürs Homeoffice

Münster

Wohnungen wurden in den vergangnen Jahren der Pandemie vielfach zum Büro. Das ändert auch die Anforderungen an Architekten. FH-Studentin Jacquline Statnik hat schon konkrete Pläne.

Jaqueline Statnik entwarf Wohnungen für das Homeoffice Foto: FH

Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten viele Menschen verstärkt im Homeoffice. Damit haben sich Funktion und Bedeutung der heimischen Wohnung verändert: Sie ist nicht mehr nur Rückzugsort, sondern auch Büro. Welche Anforderungen konkret an die Wohnstruktur bestehen, wie sich unterschiedliche Bedürfnisse integrieren lassen und welche Herausforderungen zu bewältigen sind, hat Jaqueline Statnik in ihrer Masterarbeit am Fachbereich Architektur der FH Münster, der Münster School of Architecture, analysiert.

Dafür wurde sie jetzt mit dem Hochschulpreis ausgezeichnet – und zählt damit zu einem Prozent aller Absolventinnen und Absolventen eines Jahrgangs, die den Preis erhalten.

Nicht alle brauchen ein separates Arbeitszimmer

„Laut arbeitspsychologischer Theorien benötigt nicht jeder Mensch eine klare Trennung zwischen Wohnen und Arbeiten“, sagt Statnik. Während manche großen Wert auf ein separates Arbeitszimmer legten, hätten andere keine Probleme damit, vom Küchentisch oder Wohnzimmer aus zu arbeiten. „Das hat natürlich Konsequenzen für die Wohnstruktur“, so Statnik. Vier Anforderungen hat die FH-Absolventin identifiziert: Flexibilität im Grundriss, Differenzierung als Möglichkeit, räumliche Grenzen zu platzieren oder einzuhalten, Aneignung, also eine Wohnung nach den individuellen Bedürfnissen zu nutzen und die Möglichkeit, Arbeit aus der Wohnung auszugliedern, um Austausch und Abschalten zu gewährleisten.

Basierend auf diesen theoretischen Annahmen hat Statnik acht Wohnungstypen in verschiedenen Größen entwickelt – für Singles, Paare und Familien. Alle Grundrisse eint, dass Zwischenräume und Pufferzonen entstanden sind, heißt es im Pressebericht der FH. „In den Entwürfen ist das Badezimmer meistens der einzig richtig geschlossene Raum. Alle anderen Räume sind offen, Trennmodule sorgen aber für Abgrenzung.“ Besonders wichtig sei, dass durch diese Grundrissstrukturen sowohl Trennung als auch Integration möglich sei.

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