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Radverkehr soll erfasst werden

Die Radler-Zählung

Münster

Das Fahrradzähler-Netz der Stadt wächst bis Ende kommenden Jahres deutlich an. Am Neutor erfassen Sensoren unter den Radwegen bereits seit zwei Jahren das Fahrradaufkommen. Acht weitere Stellen sollen bis 2016 hinzukommen. Zudem sollen zwei digitale Säulen die Ergebnisse präsentieren.

Martin Kalitschke

An neun Stellen im Stadtgebiet sollen künftig die Räder gezählt werden. Die Ergebnisse will die Stadt mit Hilfe von zwei Info-Tafeln, den „Eco-Barometern“ (rechter Bildrand), präsentieren. Foto: Jürgen Christ

Bis Ende des Jahres sollen an vier Stellen im Stadtgebiet Fahrradzähler installiert werden, weitere vier Radverkehrszählstellen sollen 2016 hinzukommen. Dies geht aus einer Verwaltungsvorlage für die kommende Sitzung des Planungsausschusses am 30. April hervor, in der erstmalig die Standorte benannt werden.

Bereits seit zwei Jahren gibt es – wie bereits berichtet – eine Zählstelle am Neutor. Verborgen unter der Fahrbahndecke des Radweges, misst sie das tägliche Radverkehrsaufkommen und liefert so detaillierte Informationen für künftige verkehrsplanerische Maßnahmen, berichtet der zuständige Verwaltungsmitarbeiter Michael Milde.

Wie detailliert die Zahlen sind, beweist die Aufarbeitung von testweise am Neutor erhobenen Werten in den ersten beiden April-Wochen 2014. Damals stellte sich heraus, dass die meisten Radfahrer mittwochs und donnerstags unterwegs waren – und zwar vor allem zwischen 7 und 10 sowie zwischen 16 und 18 Uhr. An den Wochenenden war hingegen zwischen 12 und 16 Uhr am meisten los. Insgesamt zählten die Sensoren damals in nur zwei Wochen knapp 200 000 Radfahrer – und damit deutlich mehr, als vermutet worden war.

2015 sollen Zählstellen an der Hüfferstraße, an der Hammer Straße (südlich Ludgeriplatz), an der Promenade (nördlich Salzstraße) sowie an der Wolbecker Straße hinzukommen. 2016 folgen dann, so zumindest der Plan, Zählstellen an der Gartenstraße, an der Warendorfer Straße, an der Hafenstraße und an der Weseler Straße. Und ein weiterer Ausbau des Zählstellen-Netzwerkes in den Jahren danach sei durchaus möglich, sagt Milde.

Die Stadt will allerdings künftig nicht nur den Radverkehr messen, sondern auch die Zahlen präsentieren – und zwar öffentlich. An zwei Stellen im Stadtgebiet sollen digitale Informationstafeln aufgestellt werden, wie sie in Skandinavien schon weit verbreitet sind. So würden öffentlichkeitswirksam die Bedeutung und die Dimension des Radverkehrs in Münster verdeutlicht, sagt Milde. Als Standorte schlägt die Verwaltung das Neutor und die Hammer Straße (südlich vom Kreisel) vor.

Die Gesamtausgaben dieses Pakets sollen bei 120 000 Euro liegen.

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