Debatte über Zuschuss für Katholikentag
„Die Stadt ist der größte Profiteur“
Münster
Alle Städte, in denen bislang der Katholikentag stattgefunden hat, haben sich auch an der Finanzierung beteiligt. Das hält das Zentralkomitee der Katholiken im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte in Münster fest.
„Was wäre wenn?“ Auf eine solche Frage möchte Theodor Bolzenius vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) nicht antworten. Es geht um die Frage: Was wäre mit dem geplanten Katholikentag 2018 in Münster, wenn die Stadt Münster keinen Zuschuss geben würde?
Eine Entscheidung über den Austagungsort des Katholikentages falle auf der ZdK-Vollversammlung im November, so der Pressesprecher. Natürlich gehe es bei den aktuellen Vorgesprächen mit den Verantwortlichen in Münster auch um Geld: „Wir sind auf das Wohlwollen der Stadt und finanziellen Zuschüsse angewiesen.“
Bei bislang 99 Kirchentagen in der deutschen Geschichte ist es laut Bolzenius noch nie vorgekommen, dass die austragende Stadt keinen Beitrag zur Veranstaltung geleistet habe. Die Gastgeber-Stadt sei ja auch „der größte Profiteur der Veranstaltung“, meint Bolzenius.
Der jüngste Katholikentag fand vom 28. Mai bis zum 1. Juni in Regenburg statt und zählte 60 000 Gäste, darunter 33 000 Dauergäste.
Ausgelöst wurde die Debatte am Mittwoch von der FDP. Sie lehnt angesichts der aktuellen Finanzknappheit in der Stadtkasse den im Raum stehenden Eigenbeitrag der Stadt Münster für den Katholikentag in Höhe von 1,5 Millionen Euro ab. Voraussichtlich rund 15 Prozent des Katholikentags-Budgets sollen durch den städtischen Zuschuss gedeckt werden.
Da die FDP eine ablehnende Resolution vorbereitet hat, die CDU hingegen einen zustimmenden Antrag einbringen möchte, wird es vermutlich in der Ratssitzung am 10. September eine Debatte geben.
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