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Beratungsstelle Trialog sucht dringend neue Räume

Die Verzweiflung wächst

Münster

Familienkrisen, Trennung und Scheidung – die Beratungsstelle Trialog hilft in Münster seit 35 Jahren kostenlos bei privaten Krisen. Um dieses Angebot weiter anbieten zu können, ist die Beratungsstelle jetzt selbst auf Hilfe angewiesen. Dringend!

Das Team der Beratungsstelle Trialog sucht dringend neue Räumlichkeiten (v.l.): Renate Huth, Hiltrud Luthe, Julia Kruse und Yvonne Krabbe. Foto: Trialog

Seit Monaten sucht die Beratungsstelle Trialog, seit 35 Jahren fester Bestandteil der psychosozialen Versorgung in Münster, neue bezahlbare Räume. Bislang zeichnet sich keine Lösung ab. Dringlichkeit und Verzweiflung wachsen.

Hiltrud Luthe, Leiterin der Beratungsstelle Trialog, wendet sich daher an die Öffentlichkeit. Aufgrund der deutlich gestiegenen Bedarfe seien größere Räumlichkeiten dringend erforderlich, heißt es in einer Mitteilung von Trialog.

Luthe macht deutlich, dass die Beratungsstelle zur Aufrechterhaltung ihrer Arbeit dringend die Unterstützung durch Spenden benötigt. Trialog wird zwar mit öffentlichen Mitteln der Stadt Münster und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert, einen nicht unerheblichen Anteil der Kosten muss die Beratungsstelle jedoch nach eigenen Angaben selbst finanzieren; gleichzeitig sei in den letzten Jahren ein deutlicher Rückgang der Spenden zu verzeichnen.

Kinder leiden besonders stark

In der Beratungsstelle finden Eltern und Kinder schnelle und kostenlose Hilfe und Unterstützung bei Familienkrisen, Trennung und Scheidung. Die Mitarbeitenden beraten unabhängig von Nationalität, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung, Religion oder Weltanschauung. Viele Frauen und Männer, so Hiltrud Luthe, erleben Paarkrisen, Trennung und Scheidung und geraten damit in eine seelische Krise. Trennung und Scheidung stellen für alle Beteiligten schmerzvolle Prozesse dar; sie zählen mit zu den größten Stressoren, die im Leben eines Menschen auftreten können.

Laut Luthe gilt die besondere Aufmerksamkeit der Mitarbeitenden in diesen für alle beteiligten Familienmitglieder belastenden Lebenssituationen den betroffenen Kindern. Ihr Interesse gehe häufig im Streit der Eltern unter. Das für die Kinder so wichtige Gefühl der emotionalen Geborgenheit gehe oft verloren.

Die aktuelle Corona-Pandemie verschärft die Konflikte, Krisen und Belastungen in den Familien; insbesondere die Not der Kinder nimmt dramatisch zu.

Schwierige Suche nach Räumen

Für die Arbeit mit Eltern, Familien und Kindern suchen Hiltrud Luthe und ihre Kolleginnen dringend neue und größere Räumlichkeiten (150 bis 200 Quadratmeter, barrierefrei). Nicht zuletzt werden größere Räumlichkeiten benötigt, um die coronabedingten Abstandsregeln auch in größeren Gesprächsgruppen einhalten zu können. Die Suche nach einem neuen und vor allem bezahlbaren Standort gestalte sich jedoch sehr schwierig, heißt es. „Wir freuen uns über alle Vorschläge und Ideen“, betont Hiltrud Luthe.

Kontakt: Hiltrud Luthe, 0251/511414, E-Mail: info@trialog-muenster.de; Homepage: www.trialog-muenster.de.

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