1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. DJK-Sportschule macht vorerst weiter

  6. >

DJK Sportschule bleibt

DJK-Sportschule macht vorerst weiter

Münster

Die Überraschung ist groß, denn die DJK Sportschule an der Grevener Straße macht vorerst weiter. Der Trägerverein wählte einen neuen Vorstand mit Wolfgang Zalfen an der Spitze. Er will mit seinem Team die finanziell angeschlagene Sportschule wieder auf Kurs bringen.

Dirk Anger

Die DJK-Sportschule an der Grevener Straße kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Foto: Oliver Werner

Es geht überraschend doch weiter an der DJK-Sportschule an der Grevener Straße. Die Schließungspläne für das traditionsreiche Bildungs- und Sportzentrum Kardinal von Galen e.V. sind damit zunächst vom Tisch. Der Trägerverein wählte auf seiner Mitgliederversammlung am Mittwochabend auch einen neuen Vorstand mit Wolfgang Zalfen an der Spitze. Der frühere langjährige Leiter der Einrichtung – zwischen 1974 und 2007 – will mit seinem Team in den kommenden zwei Jahren versuchen, die finanziell angeschlagene Sportschule wieder auf Kurs zu bringen.

Dabei setzt Zalfen vor allem auf Kooperationen, wie er sagt. Er strebt nach eigener Aussage etwa eine Zusammenarbeit mit dem Alpenverein an, der das Areal für seine Kletteraktivitäten in den Blick genommen hat, sowie eine Kooperation mit dem Behinderten-Sportverband. „Schwerpunkt ist es, die Belegung zu intensivieren“, so Zalfen.

Die vergangenen Jahre hatte die Sportschule mit einem Minus abgeschlossen. Das wird nach Einschätzung des neuen Vorstands auch in den kommenden beiden Jahren so bleiben. Das Defizit könne aber aus dem vorhandenen Vermögen des Vereins entnommen werden, „ohne dass der Verein an seine wirtschaftlichen Grenzen kommt“, wie es am Abend in einer Mitteilung hieß. Dann soll das neue Konzept tragfähig sein, andernfalls habe man noch „Rettungsanker“ eingezogen, sagte Zalfen unter Verweis auf denkbare Partner wie den Verein zur Förderung des Leistungssports oder die Stadt Münster.

Mit 19 Ja-Stimmen bei 24 Teilnehmern hob die Versammlung nach „heißer Diskussion“ laut Zalfen den Schließungsbeschluss aus dem Februar auf. Im Vorfeld der Sitzung war der bisherige Vorsitzende des Trägervereins, Gebhard von Cohausen-Schüssler, zurückgetreten.

Ende Februar hatte eine außerordentliche Mitgliederversammlung das Aus für die Sportschule zum Ende dieses Jahres beschlossen. Sinkende Übernachtungszahlen, ein Jahresdefizit in Höhe von 100 000 Euro, abnehmendes Interesse bei den DJK-Vereinen und kaum Hoffnung auf bessere Zeiten hatten zu diesem Schritt geführt. 21 Mitarbeiter mussten seitdem um ihre berufliche Zukunft bangen.

Startseite