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Manuel van Gemmeren ausgezeichnet

Dozentenpreis an Uni-Chemiker

Münster

Mit seinem Arbeitskreis untersucht Dr. Manuel van Gemmeren, seit 2016 an der WWU, sogenannte Kohlenstoff-Wasserstoff-(C–H)-Funktionalisierungen.

Dr. Manuel van Gemmeren Foto: WWU

Der Chemiker Dr. Manuel van Gemmeren, Forschungsgruppenleiter am Organisch-Chemischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, hat den Dozentenpreis des Fonds der Chemischen Industrie erhalten. Er nahm die mit 75.000 Euro dotierte Auszeichnung jetzt bei einer virtuellen Konferenz entgegen.

Mit seinem Arbeitskreis untersucht der Wissenschaftler seit 2016 an der WWU sogenannte Kohlenstoff-Wasserstoff-(C–H)-Funktionalisierungen. Dabei handelt es sich um chemische Reaktionen, mit denen stabile, also besonders schwer zu verändernde C–H-Bindungen in komplexe Zielstrukturen umgewandelt werden können. „Für die Entwicklung nachhaltiger chemischer Wertschöpfungsketten und besonders für die Synthese komplexer organischer Verbindungen sind dies wichtige Reaktionen. Die Produkte können beispielsweise als Wirkstoffe in Medikamenten eingesetzt werden“, erklärt Manuel van Gemmeren.

Manuel van Gemmeren, Jahrgang 1985, studierte Chemie an der Universität Freiburg. Nach seiner Promotion am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr war er von 2015 bis 2016 Postdoktorand am Institute of Chemical Research of Catalonia (ICIQ) im spanischen Tarragona. Seit 2016 leitet er eine Nachwuchsgruppe am Organisch-Chemischen Institut der WWU, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2020 über das Emmy-Noether-Programm finanziert.

Manuel van Gemmeren erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen wie den Otto-Hahn-Award der Max-Planck-Gesellschaft, den ADUC-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker und den ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrats. 2019 wurde er in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen.

Die Kandidaten für den Dozentenpreis werden in einem zweistufigen Nominierungsverfahren ausgewählt. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Der Preis wird in jedem Jahr an bis zu vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen. Er honoriert das gesamte Werk der Preisträger zum Zeitpunkt der Preisverleihung. In diesem Jahr erhielt neben Manuel van Gemmeren Prof. Dr. Lena Daumann von der Ludwig-Maximilians-Universität München diese Auszeichnung.

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