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„Keinen Meter den Nazis“ macht mobil für 22. Februar

Drei Protestveranstaltungen gegen AfD

Münster

Protestler machen mobil: Gegen den Neujahrsempfang der AfD im Rathaus in Münster sind große Kundgebungen geplant. Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ plant gleich drei Veranstaltungen in der Innenstadt.

Dirk Anger

Während die AfD am 10. Februar 2017 im Rathaus Münster ihren Neujahrsempfang mit Frauke Petry feiert, protestieren draußen auf dem Prinzipalmarkt nach offiziellen Schätzungen mehr als 8000 Menschen gegen die Partei. Foto: Gunnar A. Pier

Der für den 22. Februar geplante Neujahrsempfang der sogenannten „Alternative für Deutschland“ (AfD) im münsterischen Rathaus stößt auf massiven Protest. Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ will gleich drei Gegenveranstaltungen am letzten Februar-Freitag auf die Beine stellen. Unter dem Motto „United against Rechtsruck“ findet um 16.30 Uhr am Servatiiplatz eine Kundgebung statt.

Zeitgleich startet am Hauptbahnhof die Tanz-Demo „Raven gegen Rechtsruck“. Sie führt zur Stubengasse. Beide Protestveranstaltungen gegen die AfD münden in der Großkundgebung mit Grußworten und Live-Musik auf dem Prinzipalmarkt, die dort um 17.30 Uhr beginnt. Dabei spielt die münsterische Band „Mr. Irish Bastard“, wie die Veranstalter vom „Keinen Meter“-Bündnis mitteilen.

AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen zu Gast

„Auch in diesem Jahr werden wir ein starkes Zeichen gegen den Rechtsruck und für eine solidarische Gesellschaft setzen“, heißt es in dem Protestaufruf, der sich gegen den Neujahrsempfang richtet, bei dem der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen sprechen soll. Schon einmal, im Februar 2017 demonstrierten mehrere Tausend Münsteraner gegen einen Neujahrsempfang der Rechtspopulisten im Rathaus.

Nach Einschätzung des „keinen Meter“-Bündnisses, das regelmäßig gegen AfD-Veranstaltungen mobil macht, wird „die Demokratie von mehreren Seiten unter Druck gesetzt“. „Durch extrem Rechte wie die AfD, die offen einen Systemsturz und eine ,volksgemeinschaftlich´ verfasste autoritäre Ordnung propagieren, und durch die ,Law and Order´-Politik aus der ,Mitte´“, wie es in dem Aufruf zu den aktuellen Gegenprotesten heißt.

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