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E-Lade-Park für zehn Autos auf dem Dehner-Parkplatz

E-Autos schnell laden in Handorf

Münster-Handorf

Zehn Schnell-Ladesäulen für E-Autos sind auf dem Dehner-Parkplatz in Handorf entstanden. Dahinter stecken ein privater Betreiber sowie ein Investor, der sich schon seit Jahrzehnten mit Erneuerbaren Energien beschäftigt.

Von Björn Meyer 

Stadtbaurat Robin Denstorff (l.) freute sich bei der offiziellen Einweihung des sogenannten Ultra-Schnellladeparks gemeinsam mit Citywatt-Projektleiter Franz Rodler (Mitte) und Jörg Busboom (Geschäftsführer Ökorenta) Foto: Björn Meyer

Es ist nicht der erste seiner Art – und doch etwas Besonderes. Auf dem Parkplatz der Gartencenter-Kette Dehner in Handorf ist am Mittwoch ein sogenannter Ultra-Schnellladepark offiziell eingeweiht worden. Vor Ort war neben Vertretern des Betreibers Citywatt und des Investors Ökorenta auch Stadtbaurat Robin Denstorff, in Münster unter anderem zuständig für das Thema Mobilität.

Was hinter dem Begriff „Ultra-Schnellladepark“ steht, machen die technischen Angaben des Betreibers Citywatt deutlich. Bis zu zehn Autos sollen an den fünf Ladesäulen ab sofort gleichzeitig geladen werden können – mit „grünem Strom“, wie Citywatt verspricht.

Bis zu 300 Kilowatt Leistung

Mit bis zu 300 Kilowatt Leistung gehören die Stationen demnach zu den leistungsstärksten, die es derzeit am Markt gibt. Zum Vergleich: Die Ladeleistung von gewöhnlichen Wechselstrom-Anlagen ist rund 14 mal geringer. Allerdings hängt die Geschwindigkeit des Ladevorgangs auch an der Ladeleistung des jeweiligen Pkw.

Laut Citywatt kann durch die Ladesäulen in Handorf innerhalb von 20 Minuten, eben je nach Pkw-Modell, ein Aufladevolumen erreicht werden, das für eine Fahrstrecke von etwa 400 Kilometern reicht. Bezahlt werden kann derweil auch per Kreditkarte.

Kleiner Schritt zur Klimaneutralität

Stadtbaurat Denstorff zeigte sich von dem Projekt angetan. In Münster seien derzeit rund 1500 E-Autos sowie weitere 3000 Hybridfahrzeuge unterwegs. Ladestationen seien in diesem Zusammenhang wichtig, um die E-Mobilität flächendeckend alltagstauglich und Münster letztendlich klimaneutral zu machen. Zudem lobte Denstorff das Konzept, erschlossene Flächen doppelt zu nutzen, wie auf dem Dehner-Parkplatz geschehen.

Betreiber und Investor wünschte Denstorff, dass das Modell wirtschaftlich erfolgreich werde. Denn genau das ist es bislang noch nicht. Jörg Busboom, Geschäftsführer des Investors Ökorenta, äußerte sich aber hinsichtlich der Zukunft sehr zuversichtlich: „Wir gehen davon aus, dass etwa in vier Jahren der Kipppunkt erreicht ist, an dem die Parks rentabel werden.“

Warum man bereits so früh mit dem eigenen Investment dran sei, erklärt Busboom prägnant: „Die guten Standorte werden jetzt schon vergeben.“

Die Ökorenta gehört laut eigenen Angaben zu den erfahrensten Fondsanbietern und Portfoliomanagern im Bereich der „Neuen Energien“. „Wir haben die Energiewende mit vorangetrieben, jetzt wollen wir die Mobilitätswende mit vorantreiben“, so Busboom.

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