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Familiendrama am Kappenberger Damm

Ehemann soll wegen Tötung vor Gericht

Münster

Zwei Monate nach dem Familiendrama in einem Mehrfamilienhaus am Kappenberger Damm in Münster, bei dem eine 47-jährige Frau getötet worden war, steht die Staatsanwaltschaft offenbar vor dem Abschluss der Ermittlungen. Sie bereitet die Anklage gegen den 46-jährigen Ehemann der Getöteten vor.

Helmut Etzkorn

In diesem Haus am Kappenberger Damm ereignete sich Anfang Juli ein Familiendrama. Foto: hpe

Nach intensiven Ermittlungen der Mordkommission geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Mann seine Frau am Nachmittag des 5. Juli in der gemeinsamen Wohnung unerwartet von hinten angegriffen und erdrosselt hat. Ferner soll er durch eine entsprechende Spurenlegung einen Suizid der Ehefrau vorgetäuscht haben.

Nach der Tat versuchte der Mann, sich selbst umzubringen. Er schluckte eine stark ätzende Flüssigkeit und schwebte vorrübergehend in Lebensgefahr. Sein Gesundheitszustand ist weiterhin bedenklich. Erst wenn der 46-Jährige verhandlungsfähig ist, könne laut Oberstaatsanwalt Heribert Beck ein Termin für die Hauptverhandlung vor dem Landgericht anberaumt werden.

Angeklagt werde der Mann wegen Mordes oder Totschlags. Weil Beck von Heimtücke ausgeht, ist zumindest ein Mordmerkmal erfüllt. Der Beschuldigte selbst hat sich bislang noch nicht konkret zum Tathergang geäußert und befindet sich weiter in Untersuchungshaft.

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