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Über 40 Anlaufstellen beim Freiwilligentag

Ehrenamt, das Freude macht

Münster

Am Samstag fand an zahlreichen Orten im Stadtgebiet der in diesem Jahr dezentral ausgerichtete Freiwilligentag statt. Bürger konnten sich bei ihren Mitbürgern darüber informieren, was es an den jeweiligen Stellen für ehrenamtliche Möglichkeiten gibt. Wir trafen beim ASB auf eine Helferin, die so mancher von ganz anderer Stelle kennen könnte.

Von Björn Meyer

In diesem Jahr fand der Freiwilligentag dezentral statt, also direkt bei den jeweiligen Organisationen und Einrichtungen. Foto: Oliver Werner

Eigentlich ist Dagmar Becker die gute Seele der Primus-Schule. Denn Becker ist dort Schulsekretärin, kümmert sich dementsprechend um vieles, was dort so im Zusammenspiel von Schülern und Lehrern anfällt. Doch auch in ihrer Freizeit ist Becker jemand, der hilft. Allerdings in einem ganz anderen Bereich. Beim Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland ist sie als ehrenamtliche Hundeführerin unterwegs.

Sie ist damit eine von 350 Freiwilligen des hiesigen ASB. Einige davon präsentierten ihre Aufgaben am Samstag im Rahmen des Freiwilligentags, der in diesem Jahr dezentral durchgeführt wurde und bei dem über 40 Organisationen und Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet zeigten, wo und wie es sich bei ihnen ehrenamtlich betätigen lässt.

Menschen und Institutionen zusammenbringen

„Gerade nach den vergangenen, durch die Pandemie geprägten Jahre werden Ehrenamtliche gesucht. Viele Angebote sind zuletzt weggefallen“, berichtet Nicole Lau von der Freiwilligenagentur Münster, die hinter dem Freiwilligentag steht. „Es geht darum, Menschen und Institutionen zusammenzubringen“, erklärt Lau. Auch Oberbürgermeister Markus Lewe warb schon im Vorfeld für den Tag, der eine gute Möglichkeit sei, einen „Einblick zu bekommen, wo man sich einbringen und andere unterstützen kann“, so Lewe.

An so manchem Ort in Münster klappte das am Samstag schon ganz gut. Die Stadtteilbücherei St. Clemens Hiltrup meldete etwa schon am Morgen zwei Neuzugänge, die kurzerhand zugesagt hatten, in Zukunft mit anzupacken.

Eingeschworene Gemeinschaft

Zugegeben, das kümmerte Feisal weniger. Der Siebenjährige ist einer der beiden Flächensuchhunde, die Dagmar Becker mit zur Hundestaffel des ASB bringt. Man habe viel Spaß innerhalb der Gemeinschaft, verriet Becker und lächelte verschmitzt. Doch es gibt auch ernste, fordernde Tage. Dann, wenn Hund und Mensch plötzlich benötigt werden – wenn es also gilt, jemanden zu suchen. Für Dagmar Becker hat sich diese Aufgabe als erfüllend erwiesen. Dabei ging sie einen anderen Weg als der Rest der Familie: „Meine Männer sind bei der DLRG aktiv. Aber nur Bootfahren, das war nicht meins“, erklärt Becker, warum sie sich vor neun Jahren ihre eigene, auf sie abgestimmte Aufgabe suchte.

„Das Ehrenamt ist eine ganz wichtige Säule bei uns“, bestätigt Mona Contzen vom ASB-Regionalverband Münsterland – und formuliert damit etwas, was für zahlreiche Stellen im Stadtgebiet gelten dürfte – die gleichzeitig wiederum eine fast unzählige Menge an Möglichkeiten bieten.

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