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TEDxMünster „In Transit“

Ein Festival der Begegnung und Ideen

Münster

Es war ein Festival der Ideen. Über sechs Stunden lauschten 300 TEDxMünster-Besucher im Fürstenberghaus am Samstag neun Vorträgen. In den Pausen trafen sie sich auf der Wiese hinterm Gebäude, kamen ins Gespräch, stärkten sich mit gesponserten Speisen und Getränken, lauschten der Livemusik und bestaunten den Turmbauer Julian Bellini.

Von Maria Conlan

Antiselfies mit Jule Wanders in der Mitte. Foto: Conlan

Es war ein rundum gelungenes Event. Auch das ehrenamtliche Team mit den Moderatoren Wiebke Borgers und Martin Mall strahlten. Sie waren bestens zufrieden mit dem Ergebnis ihrer anderthalbjährigen Vorbereitungen zum diesjährigen TEDxMünster-Festival „In Transit“.

Schon gleich in der ersten Pause wurde umgesetzt, was kurz vorher auf der Bühne vorgestellt wurde: die Antiselfies von Jule Wanders, Kulturamtschefin aus Bocholt: „Rumliegen kann ich super“. Aus der Schweiz angereist, berichtete Benedikt Dunse von einer Konferenz, die Studierende und Vertreter aus dem Sportbusiness zusammen brachte. Die Berliner Philosophin Natalie Knapp beeindruckte mit ihrer Perspektive auf die Pubertät, die Unsicherheit als Stärke der Jugendlichen beleuchtete und alle ermutigte, jungen Menschen sehr viel mehr zuzutrauen.

Kommunikation und Vernetzung

In der zweiten Talksession gesellte sich Oberbürgermeister Markus Lewe zu den Zuhörern. Der Physiker Dr. Sven Köppel erläuterte eine energiesparendere analoge Computertechnik, die aus Altem klimafreundlichere neue Technologie schafft. Städteplanerin Iris Dzudzek stellte Ideen für einen lebenswertere Städte mit mit Gesundheitszentren vor, die helfen können, Syndemien wie Corona besser zu bewältigen. Der Südafrikaner Colin Skelton stellte dem Publikum sein Theater vor: langsame Bewegungen, die Sinne und Kreativität weken. Das wurde gleich in der Pause in einem Workshop praktisch umgesetzt, was die Beteiligten begeisterte und bewies, dass TEDx auch wortlos gut funktioniert: Kommunikation und Vernetzung.

Krönender Abschluss im Engelssaal

In der dritten Talksession stellte Gianni Valentini eine Möglichkeit vor, aus Plastikmüll der Meere durch schwimmende Kraftwerke Energie zu produzieren. Johannes Schnocks und Mouhanad Korchide sprachen vom Campus der Religionen, der aktuell an der Hüfferstraße entsteht und als ein Ort für Begegnung der Religionen geplant ist. Er dient nicht nur der Lehre, sondern soll auch Begegnung und Abbau von Vorbehalten und Ängsten ermöglichen. Der Abschluss der unterhaltsamen und kurzweiligen Vorträge war eine humorvolle Erklärung zu Arnold Schönbergs Zwölftonmusik durch Bodo Wartke.

Doch damit war die Feier noch nicht zuende. Borgers Versprechen zu Beginn des Nachmittags „Wir werden heute diesen Tag feiern“, fand seinen krönenden Abschluss im Engelssaal des neuen Atlantic Hotels, wo alle Sprecher, Teamer, Freiwillige und Teilnehmer zusammen kamen, feierten, den Tag Revue passieren ließen, aber auch weiter Kontakte knüpften und sich vernetzten – eben TEDx lebten.

Sogar aus den Niederlanden waren Gäste angereist. Einige nahmen wiederholt an einer TEDx Konferenz teil, andere kamen zum ersten Mal. Der Tenor lautete: TEDx Münster verdient eine größere Bekanntheit.

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