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Archäologisches Museum der Uni

Ein guter Platz für die Mumie

Münster

Die Münster-Mumie hat so viele Menschen in der kleine Archäologische Museum der Universität gelockt wie nie. Doch Ende kommender Woche verschwindet sie wieder im Magazin – aber nur vorläufig.

Karin Völker

Ägyptologin und Archäologin  Angelika Lohwasser, neue Forschungspreisträgerin der Universität Münster, mit der Münster-Mumie im Archäologischen Museum der Universität, das in einer Woche vorläufig schließt. Foto: Oliver Werner

Die über 2500 Jahre alte altägyptische Münster-Mumie ist zu einem guten Stück das Werk einer sehr zeitgemäßen Frau. Prof. Dr. Angelika Lohwasser ist Ägyptologin und Archäologin an der Universität Münster. Die Universität hat Lohwasser am Freitagabend mit ihrem mit 30 000 Euro dotierten Forschungspreis ausgezeichnet.

Der Initiative von Angelika Lohwasser ist es im wesentlichen zu verdanken, dass die Mumie, die die Universität als Dauerleihgabe erhalten hat, restauriert und seit November erstmals im Archäologischen Museum der Universität ausgestellt werden konnte. Noch eine Woche lang können Besucher die Mumie in dem kleinen Museum der Universität am Domplatz sehen, dann muss sie vorerst wieder ins Magazin. Denn das kleine Museum im Erdgeschoss des Fürstenberghauses wird ab dann deutlich erweitert. Die Universität finanziert den Ausbau der Ausstellungsräume. „Ab Frühjahr 2018 werde wir auf zwei Etagen unsere Objekte deutlich besser präsentieren können“, freut sich Museumsleiter Helge Nieswandt.

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Nun werden die Mitarbeiter des Museums die Objekte des Museums verpacken. Antike Vasen, kleine Statuen, Rollsiegel, Münzen – alles wird vorerst eingelagert. Das Archäologische Museum wird um das Kellergeschoss im Fürstenberghaus erweitert, die beiden Etagen werden über eine Treppe verbunden.

Wenn es 2018 wieder öffnet, dann wird nicht nur die Mumie dort dauerhaft ausgestellt werden. Auch einzelne der großen Götter-Figuren, Kopien der Figuren des Zeus-Tempels im antiken Olympia, können dann endlich abwechselnd ausgestellt werden. Bisher war das Museum zu klein für diese Schätze, die schon 2012 im Berliner Gropius-Bau zu sehen waren. Im Juli 2014 wurden die eindrucksvollen Gipsfiguren in der Lagerhalle des Museums am Nienkamp in Münsters Norden beim großen Unwetter in Münster durch die Überschwemmung schwer beschädigt. Nun sei endlich klar, dass die Versicherung die Kosten der Restaurierung in Höhe von über 400 000 Euro übernehme, freut sich Nieswandt.

Das Museum wird mit einer Ausstellung zum Thema Frieden in der Antike in gut einem Jahr wieder öffnen – die Schau ist Teil eines Museums-übergreifenden Ausstellungskonzepts 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges. Das Landesmuseum, das Picasso-Museum und das Stadtmuseum werden neben dem Archäologische Museum der Universität dazu jeweils eine Ausstellung zeigen.

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