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Feierstunde „20 Jahre Westfälisches Pferdemuseum“

Ein Museum mit Stallgeruch

Münster

Feierstunde: Das Westfälische Pferdemuseum hatte mit zwei runden Geburtstagen guten Grund zum Feiern – und wurde von höchster Stelle gelobt.

Von Helmut P. Etzkorn

Feierstunde im Pferdemuseum (v.l.): Historiker Prof. Ulrich Raulff, Oberbürgermeister Markus Lewe, Zoo-Direktorin Dr. Simone Schehka, Museumsdirektorin Sybill Ebers, Fördervereins-Vorsitzender Rudolph Herzog von Croy und Museums-Initiator Michael Stoffregen-Büller Foto: hpe

Es sei „ein Museum mit Stallgeruch, das sich immer neu erfindet“, meint Sybill Ebers, Direktorin des Westfälischen Pferdemuseums, am Samstagabend bei einer Feierstunde zum Doppeljubiläum „20 Jahre Museum, 30 Jahre Förderverein“ vor 130 Ehrengästen in der Hippomaxx-Arena.

2002 eröffnet als „modern gestaltetes Museum, das der Pferderegion Westfalen ein neues Sprachrohr und dem Thema Pferd eine neue Öffentlichkeit gegeben hat“ (Ebers), konnte es jetzt den 4 000 000. Besucher begrüßen.

Das Museum zu errichten, zu managen und in die Zukunft zu führen, gleiche „der Zähmung eines wilden Pferdes“, so Ebers, die seit Anfang an Direktorin ist. Es habe „Mut, Weitsicht, einen langen Atem, Geduld, Flexibilität und Einfühlungsvermögen sowie starke Neven gebraucht“, so ihr Fazit.

Auch die Corona-Krise erschüttert das Museum nicht

Mit Unterstützung des zehn Jahre vor der Museumseröffnung von Michael Stoffregen-Büller initiierten Fördervereins und des Teams sei es gelungen, „ein Museum zu schaffen, das sich immer wieder neu erfindet und mit Projekten für frischen Wind sorgt“.

Nach der Corona-Krise könne sie selbst „nichts mehr erschüttern“, weil es „immer eine Lösung gibt“, meinte Ebers. Für sie als Leiterin sei es nach wie vor „ein Privileg und eine große Freude“, an der Spitze des Museums stehen zu dürfen.

Goldrichtige Entscheidung

Für Oberbürgermeister Markus Lewe ist das Museum ein „Ort mit Geschichte und Perspektive“. In den Sonderausstellungen werde deutlich, wie vielfältig Mensch und Pferd im Laufe der Geschichte verzahnt seien. Lewe: „Ohne das Pferd hätte es den Friedensreiter nicht gegeben!“ Die Idee des damaligen Zoochefs Jörg Adler, das Museum in den Zoo zu integrieren, sei goldrichtig gewesen. Zoo-Direktorin Dr. Simone Schehka: „Das Museum lebt von der Anbindung an den Kinder- und Pferdepark.“ Für Ebers hatte sie die Urkunde für eine Ehrenpatenschaft über die Posavina-Stute „Klara“ dabei.

Fördervereins-Vorsitzender Rudolph Herzog von Croy, Michael Stoffregen-Büller und der Historiker Prof. Ulrich Raulff würdigten die „Erfolgsgeschichte Pferdemuseum“.

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