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Karnevalistisches Hochamt trotz Corona-Pandemie

Ein namenloser Prinz steht neben dem Bischof

Münster

Eigentlich ist Karneval gestrichen in dieser Session. Mit einer Ausnahme: Der Bischof feiert mit der Prinzengarde das traditionelle Hochamt im Dom – mit einem besonderen Prinzen.

Ralf Repöhler

Münsters Karnevalisten feiern am Sonntag das Karnevalistische Hochamt im Dom. Der Empfang im Bischofshaus fällt dagegen aus. Foto: ah

Kein Rosenmontagszug, kein Sturm auf das Rathaus: Die Corona-Pandemie hat den Karnevalisten einen Strich durch die Session gemacht. Im Grunde sind alle närrischen Veranstaltungen und Treffen abgesagt – mit bisher einer Ausnahme. Der Bischof feiert am Sonntag (31. Januar) mit der Prinzengarde das traditionelle Karnevalshochamt (Beginn 10 Uhr) im Dom.

Alle Karnevalisten sind eingeladen, maximal 230 Besucher zugelassen. Es wird kontrolliert, ob diese Zahl überschritten wird, bestätigt der Sprecher des Bischöflichen Generalvikariats, Dr. Stephan Kronenburg.

Generalprinzmarschall Paul Middendorf sagt, die Karnevalisten wollten Flagge zeigen. „Wir machen das, um ein Zeichen für unser Brauchtum zu setzen.“ Dass die Feier des Karnevalistischen Hochamtes in Lockdown-Zeiten durchaus für Kritik sorgt, weiß auch Middendorf. „Wir treffen uns auf freiwilliger Basis und beachten streng die Sicherheitsregeln“, betont er.

Einzug unter Corona-Vorschriften

Ein Karnevalsprinz ist nicht dabei: Wegen der Pandemie hatte die Prinzengarde keine Tollität gewählt. So wird ein namenloser Prinz neben dem Altar stehen, so Middendorf. Eine Schaufensterpuppe, die ein Prinzenornat, die Prinzenkappe und Maske der Prinzengarde trägt. „Der namenlose Prinz ist ein Symbol für die schräge Situation, in der wir gerade leben“, sagt Middendorf.

Unter Corona-Vorschriften werden Bischof Genn und die Prinzengarde im Ornat in den Dom einziehen, mit jeweils mindestens 1,50 Meter Abstand und Mund-Nasen-Schutz im Gesicht. Es gilt ein strenges Hygienesicherheitskonzept, das noch einmal vor Ort abgesprochen wurde.

Gemeinschaftlicher Gesang ist nicht möglich, das traditionelle Bläserkorps darf nicht spielen.

Das Karnevalistische Hochamt wird am Sonntag (31. Januar) um 10 Uhr auf www.bistum-muenster.de sowie auf dem Facebook- und YouTube-Kanal des Bistums gestreamt.

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