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Schülerinnen holen Preis mit App „SafeSpace“

Ein sicherer Platz für Frauen

Münster

Zwei Schülerinnen aus Münster holen mit einer App, die für mehr Sicherheit für Frauen sorgen soll, einen Preis. Dabei will die App Frauen in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen unterstützen.

 

Nour Idelbi (l.) und Inschi Zeadan haben mit ihrer App einen Preis gewonnen. Foto: pd

„Kurz vor Abgabe des Businessplans waren wir mal die ganze Nacht wach. Bis 6 Uhr morgens haben wir gearbeitet“, sagt Nour Idelbi, in Münster als Vorstandsmitglied des Jugendrats aktiv. Die 16-jährige Schülerin und ihre 15-jährige Freundin Inschi Zeadan aus Münster haben die Nacht geopfert, um an ihrer App „SafeSpace“ zu arbeiten, die sie beim Wettbewerb „Startup Teens“ ganz nach vorne gebracht hat.

Startup Teens ist eine 2015 gegründete Non-Profit-Organisation, die jungen Menschen dabei hilft, ihre Ideen zu verwirklichen. „Viele Jugendliche würden gerne gründen, wissen aber noch nicht, wie“, so Mitgründer und Geschäftsführer Hauke Schwiezer in einer Pressemitteilung der Organisation.

Eine App für Frauen

Um hier nachzuhelfen, veranstaltet Startup Teens unter anderem jährlich einen deutschlandweiten Businessplan-Wettbewerb. In sieben Kategorien können 14- bis 19-jährige Schüler und Schülerinnen teilnehmen, die ihre Idee in einem Businessplan umsetzen.

Die Schülerinnen aus Münster konnten im digitalen Finale den dritten Platz in der Kategorie „Services & Platforms“ erobern. „Wir haben eine App für Frauen entwickelt“, fasst Nour Idelbi, Schülerin am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, zusammen.

Die noch nicht öffentliche App „SafeSpace“ ist in drei Kategorien aufgeteilt: Im Bereich Forum & Community können Frauen in Kontakt kommen und sich vernetzen. Für die beiden Mädchen ist dieser Bereich der Wichtigste, gemäß ihrem Motto „Girls support Girls“.

Vernetzen, Notruf, Mitfahrgelegenheiten

In der zweiten Kategorie, dem Sicherheitsbereich, bekommen Frauen im Notfall Unterstützung. Hier befindet sich ein Notfallknopf. „Wenn man diesen Button drückt, wird der Standort und der Akkuzustand an voreingestellte Kontakte gesendet“, erklärt die 15-jährige Inschi Zeadan, die das Gymnasium Canisianum in Lüdinghausen besucht. Im Sicherheitsbereich können Nutzerinnen außerdem die Polizei rufen.

Im dritten Gebiet geht es um Mitfahrgelegenheiten. Frauen können hier Mitfahrgelegenheiten anbieten und suchen. Sie können sich in diesem Bereich mit den anderen Mitfahrerinnen vertraut machen und Termine vereinbaren.

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