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Ein Studium in Münster soll nicht an der Wohnungsnot scheitern

Münster ist gefragt - auch bei Studentinnen und Studenten. Schon jetzt ist es für Studierende schwieriger als in den vergangenen Jahren, eine bezahlbare Unterkunft zu finden. Ab 2013 wird es richtig eng, dann ist mit dem doppelten Abiturjahrgang die Nachfragespitze absehbar - schließlich werden in Münster bis 2015 im Vergleich zum Jahr 2011 zirka 5800 zusätzliche Studienplätze geschaffen.

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Vor allem mit dem doppelten Abiturjahrgang werden Notunterkünfte für Studenten gebraucht. Foto: dpa

Auch aufgrund von Anfragen privater Investoren "lotet das Studentenwerk derzeit alle Möglichkeiten aus, um eventuell durch Kooperationen das Angebot so schnell wie möglich zumindest für einen Zeitraum bis Ende 2015 zu erweitern", erläutert Peter Haßmann. "Konkret verhandeln wir derzeit auch mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über die Anmietung von 66 Häusern am Torminweg und Köhlweg, die vormals  von den britischen Streitkräften genutzt wurden. Wir hoffen, hier noch im Oktober 2012 weitere 198 WG-Zimmer an Studierende vermieten zu können", so der Geschäftsführer des Studentenwerks.

"Mit Blick auf die internationalen Studierenden wird die Website mehrsprachig, für die Wohnbörse wird es auch eine App für Smartphones geben", so Tim Osterhaus. Außerdem soll die Online-Plattform Studierenden, die ohne jede Unterkunft in Münster gestrandet sind, im Projekt "Deine Couch für Erstis" Schlafplätze vermitteln. Wer ein Sofa, eine Matratze oder auch einen Platz für eine Isomatte übrig hat, kann diese vorübergehend als Schlafplatz anbieten, damit sich Studierende eine Wohnung suchen oder den Zeitraum überbrücken können, bis bereits angemietete Zimmer frei werden.

Dafür stehe nicht zuletzt auch die mit dem Bürgerpreis ausgezeichnete Initiative "Wohnen für Hilfe". "Tragen wir als Bürger dazu bei, dass Münster weiterhin auch für Studenten attraktiv ist. Ein leerstehendes Kinderzimmer an Studenten zu vergeben, kann durchaus eine Form von Bürgerengagement sein, um jungen Menschen zu helfen."

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