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4500 Besucher im Allwetterzoo

Ein Zoo-Abend der leisen Töne

Münster

Die Aktion „Nachts im Zoo“ lockte am Wochenende 4500 Besucher an. Es ging allerdings deutlicher leiser zu als in den Vorjahren. Wegen der Corona-Auflagen fielen große Massenevents aus.

Von Helmut P. Etzkorn

Fell streicheln und spüren, wie Imitate von Krallen der Großkatzen sich anfühlen: Für Kinder gab es bei „Nachts im Zoo“ wieder viel zu entdecken. Foto: hpe

Man muss schon genau hinschauen, wenn man in der Dunkelheit außerhalb der beleuchteten Tierhäuser sehen will, was da so kreucht und fleucht. Eine gute Gelegenheit, mal in der Dämmerung „auf Pirsch“ zu gehen, bietet „Nachts im Zoo“. 4500 Besucher nutzten am Samstagabend diese tierische Begegnung der besonderen Art.

Weil die Corona-Auflagen ernst genommen wurden, gab es keine großartigen Massenevents. Die so beliebte Feuershow als Highlight früher Zoonächte fiel komplett aus, und das sorgte bei einigen Stammbesuchern schon für Enttäuschung. „Schade, darauf haben wir uns immer besonders gefreut. So etwas konnten wir nur hier erleben“, meinte Sabine Lienen aus Havixbeck, die mit ihren Kindern Susanne und Max gekommen war.

Viele kleine Stationen

Ganz bewusst habe man auf Show-Events mit Massenandrang verzichtet, so Zoochefin Dr. Simone Scheka. „Die Leute stehen da einfach zu eng, und selbst mit Maske wäre das in Corona-Zeiten nicht vertretbar“, meint die Biologin.

Stattdessen war es ein warmer Sommerabend der leiseren Töne mit vielen kleinen Stationen, die allemal den Besuch wert waren. Auf dem Landoisplatz beispielsweise gefiel Elena Handel, die mit ihrer kreativen Sandmalerei zu mystischen Klängen eine besondere Faszination und Magie auf die große Leinwand bannte. Ihre außergewöhnliche Performance mit schnell wechselnden Bildern, handgemalt unter Glas in feinem Wüstensand, war zweifelsohne spektakulär. Ähnlich die eindrucksvollen Tierportraits von Omar Ayobi in der Arena des Pferdemuseums.

Nordische Seemannslieder

Wer nordische Seemannslieder hören wollte, musste sich zu den Kegelrobben gesellen, und an der Afrika-Lodge erfreute „Tambala-Marimba“ mit rhythmischer Trommelmusik.

„Endlich wieder ein voller Zoo“, schwärmte Scheka. Im Vorverkauf waren alle 4500 Tickets schnell vergriffen, eine Abendkasse gab es deshalb nicht mehr. Sehr zum Leidwesen einiger Besucher, die ohne Karten wieder heimfahren mussten. Der Mehrheit der Abendspaziergänger gefiel die Atmosphäre. „Stressfrei und endlich mal eine Abwechselung von der Pandemie“, so Besucher Maik Schuster (32). 2022 soll die Nacht im Zoo wieder mit größeren Live-Events über die Bühne gehen.

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