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Behandlungszentrum in der Uppenbergschule

Eine Anlaufstelle für kranke Jugendliche

Münster

In der Uppenbergschule ist ein Behandlungszentrum für Kinder und Jugendliche angesiedelt, die fiebrige Infekte haben. Behandelt wird nur, wer von einem Kinder- oder Jugendarzt dorthin überwiesen wurde.

Martin Kalitschke

In der Uppenbergschule gibt es ein Behandlungszentrum für Kinder und Jugendliche mit einem fieberhaften Infekt. Foto: Oliver Werner

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat in der Uppenbergschule nicht nur ein Therapiezentrum für die ambulante Untersuchung und Behandlung von Coronavirus-Patienten sowie Patienten mit einer Atemwegserkrankung eingerichtet.

In dem Gebäude ist zudem ein zentrales Behandlungszentrum für Kinder und Jugendliche mit fieberhaften Infekten eingerichtet worden. Dienst tun hier vor allem jene Ärzte, deren Praxen dem Kinder- und Jugendärztenetz angehören, berichtet der Sprecher des Netzwerks, Andreo Garcia. Im Dienstplan könne auf rund 60 Mediziner aus etwa 30 Praxen zurückgegriffen werden.

Keine spontanen Besuche

Der Behandlungsbereich für Kinder und Jugendliche im Alter von bis zu 17 Jahren ist vom übrigen Zentrum räumlich abgetrennt. Garcia beton, dass junge Patienten, die an einem Infekt erkrankt sind, mit ihren Eltern auf keinen Fall spontan zur Uppenbergschule kommen sollten.

Sie sollten zuvor telefonisch in der eigenen Kinderarztpraxis abklären, ob ein erkrankter Jugendlicher dort behandelt werden kann oder, ob er das zentrale Behandlungszentrum aufsuchen sollte, stellt Garcia klar. Sei letzteres der Fall, dann werde das Zentrum vom überweisenden Arzt umgehend informiert, dass ein junger Patient auf dem Weg zur Uppenbergschule sei.

20 bis 40 Patienten pro Tag

Aktuell sei während der Öffnungszeit zwischen 9 und 21 Uhr ein Kinder- oder Jugendarzt vor Ort. Im Schnitt werden zwischen 20 und 40 Patienten pro Tag behandelt – und zwar so, als ob sie tatsächlich mit dem Corona-Virus infiziert sind. Am Ende sei das aber nur bei einer Minderheit tatsächlich der Fall gewesen, sagt Garcia. Er betont, dass die zentrale kinder- und jugendärztliche Nothilfepraxis im Clemens-Hospital weiter laufe – allerdings würden dort ab sofort nur noch Patienten ohne fieberhafte Infekte behandelt.

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