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500 Jahre Bibelübersetzung im Fokus

Eine gemeinsame Sprache finden

Münster

Im Fokus der diesjährigen „Dialoge zum Frieden“ steht Martin Luthers Bibelübersetzung, die nun 500 Jahre alt wird. Die städtische Veranstaltungsreihe lädt zu unterschiedlichen Programmpunkten ein.

Das Programm der „Dialoge zum Frieden“ halten die Studierenden Frederic Noll und Maren Becker in den Händen. Die Reihe lädt anlässlich des Jubiläumsjahrs der Bibelübersetzung mit unterschiedlichen Formaten dazu ein, Sprache zu finden. Foto: Stadt Münster/Münster Marketing

Welche Sprache spricht Gott? Würde Luther heute twittern? 500 Jahre alt wird Martin Luthers Bibelübersetzung in diesem Jahr – und zu diesem Jubiläum nimmt die städtische Veranstaltungsreihe „Dialoge zum Frieden“ mit unterschiedlichen Formaten unsere Sprache in den Blick. Das Programm läuft von Donnerstag (8. September) bis zum 24. November (Donnerstag).

Erstmals nach Corona gibt es wieder zwei große Veranstaltungen im Rathausfestsaal, und die Schülerakademie führt als Exkursion nach Eisenach. Dort steht die Wartburg für Luthers Übersetzung der Bibel ins Deutsche, während Münster mit dem Institut für Neutestamentliche Textforschung und dem Bibelmuseum der Universität für die bestmögliche wissenschaftliche Rekon­s­truktion des authentischsten griechischen Originaltextes des Neuen Testaments bekannt ist.

Den Auftakt macht eine Podiumsdiskussion im historischen Rathaus mit den Kirchenhistorikern Prof. Hubert Wolf und Prof. Holger Strutwolf von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Am Donnerstag (8. September) fragen sie: „Welche Sprache spricht Gott? – Die Bibelübersetzung und ihre Folgen“. Beginn ist um 20 Uhr im Rathausfestsaal.

Vortrag von Norbert Lammert

Weiterer Höhepunkt ist der Vortrag des ehemaligen Bundestagspräsidenten und Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Prof. Norbert Lammert. Er spricht am 30. September (Freitag) um 20 Uhr im Rathausfestsaal zum Thema „Zwischen Konflikt und Konsens. Zur Sprach- und Debattenkultur in Deutschland“. Der Eintritt ist frei. Aufgrund der begrenzten Platzzahl wird um eine Anmeldung gebeten unter friedensbuero@stadt-muenster.de.

Zum Programm gehört auch das Historienspiel „Vivat Pax“ des Stadtheimatbundes am 10. September (Samstag) jeweils ab 13 und 15 Uhr auf dem Stubengassenplatz. Es folgt die Ökumenische Friedensvesper am 24. Oktober (Montag) ab 18 Uhr in der Lambertikirche, veranstaltet von der katholischen Pfarrei St. Lamberti, der evangelischen Apostel-Kirchengemeinde und der der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Die „Dialoge zum Frieden“ bereichern auch Themenabende im Stadtarchiv am 27. Oktober (Donnerstag) und 24. November (Donnerstag), jeweils ab 18 Uhr.

Sonderausstellung im Bibelmuseum

Im Bibelmuseum ist bis zum 13. November die Sonderausstellung „dass man deutsch mit ihnen redet – 500 Jahre Lutherbibel“ zu sehen. Ihren Abschluss finden die „Dialoge zum Frieden“ am 27. Oktober in Osnabrück mit dem „Treffen der Religionsgemeinschaften“. Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe laden ins Osnabrücker Rathaus ein, um ein Zeichen für Toleranz, Solidarität und Frieden zu setzen (nur geladene Gäste).

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