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Müllsammler aus Kinderhaus

Eineinhalb Jahre Haft für Kran-Kletterer

Münster

Der stadtbekannte Müllsammler aus Kinderhaus, der auch wiederholt auf hohe Kräne geklettert war, ist vom Amtsgericht zu einer eineinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Unter anderem hat er seine Nachbarn wiederholt beleidigt und bedroht.

Björn Meyer

Das Amtsgericht Münster hat den Müllsammler aus Kinderhaus zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Foto: Matthias Ahlke (Archivbild)

Der 57-jährige, psychisch kranke Mann aus Kinderhaus, der durch das Erklettern von Baukränen sowie das Horten von Müllbergen in seinem Garten zu stadtweiter Bekanntheit gekommen ist, ist vor dem Amtsgericht Münster zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Haftstrafe wurde nicht zur Bewährung ausgesetzt.

Der Mann stand vor allem für das Bedrohen und Beleidigen seiner Nachbarn vor Gericht. Vor allem eine Nachbarin befindet sich offenbar seit Jahren in seinem Fokus. In während des Prozesses abgespielten Audio-Aufnahmen waren teils üble Schmähungen und Bedrohungen zu hören. Darin hatte der Mann auch gedroht, seine Nachbarin sowohl zu verstümmeln als auch ihren Kopf als „Trophäe bei der nächsten Kran-Aktion“ mitzunehmen.

Fahrräder und Gartenutensilien unterschlagen

Auch Familienmitglieder der Frau sowie weitere Personen waren von dem Mann bedroht worden. Dabei war dem Angeklagten sogar von einem vorangegangenen Urteil des Familiengerichts Münster untersagt worden, überhaupt Kontakt zu seinen Nachbarn aufzunehmen. Neben den Ausbrüchen gegenüber seiner Nachbarn war der Mann auch wegen Unterschlagung von Gartenutensilien und Fahrrädern angeklagt und nun auch verurteilt worden. Insgesamt waren 81 Fahrräder und Fahrradgestelle auf dem Grundstück des Mannes gefunden worden. In mindestens fünf Fällen hatten Zeugen vor Gericht ihr Fahrrad identifiziert.

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