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Deutsch-Niederländisches Korps

Einheit aus Münster an die Nato-Ostgrenze?

Berlin/Münster

Neue Aufgabe für das Deutsch-Niederländische Korps in Münster: Nach Medieninformationen soll die flexibel einsetzbare Einheit „der Hauptteil einer vorübergehenden Speerspitze“ an der Ostgrenze der Nato werden.

Frank Polke

Die Nato könnte die internationale Einheit aus Münster dann zum Schutz der osteuropäischen Staaten sowie des Baltikums vor einer möglichen russischen Bedrohung einsetzen.

Die Einheit aus Münster soll diese Aufgabe aber nicht dauerhaft übernehmen, sondern nur so lange, bis eine neue Krisentruppe dauerhaft verfügbar ist. Doch dieses dürfte noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Die Nato hatte beim jüngsten Gipfel in Brüssel beschlossen, den Staaten Ost- und Mitteleuropas mehr Schutz zukommen zu lassen.

„Speerspitze“ an der Ostgrenze der Nato

Die dem Deutsch-Niederländischen Korps organisch zugehörigen Verbände in Münster haben eine Stärke von ungefähr 1100 Soldaten, die Stärke der für den Einsatz zugeordneten Kräfte ist abhängig vom Auftrag und kann bis zu 80 000 Soldaten umfassen. Für den Einsatz als „Speerspitze“ an der Ostgrenze der Nato sollen die Soldaten aus Münster – je nach Bedarf – durch schnell einsatzfähige Luft- und Marineeinheiten aus Frankreich und Spanien unterstützt werden.

Eine offizielle Bestätigung für die neue Aufgabe gab es aus Berlin am Wochenende nicht. Deutschland habe aber im Zusammenhang mit der sogenannten Nato Response Force dem Bündnis insgesamt 4000 Soldaten zugesagt. Im kommenden Jahr übernimmt das Korps in Münster das Kommando über diese flexibel einsatzbereite Einheit. Diese Speerspitze soll nach dem erteilten Auftrag binnen zwei bis fünf Tagen am Krisenort eintreffen.

Die Nato wird Anfang 2015 auf einer Sitzung der Verteidigungsminister über die genaue Einsatzstärke und das Kommando dieser neuen „Speerspitze“ entscheiden.

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