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Notbremse für Münster

Einkaufen nur noch mit negativem Corona-Test

Münster

Wer ab Montag in Münster einkaufen möchte, muss einen negativen Corona-Test in der Tasche haben. Im Zoo gilt die Testpflicht hingegen nicht. Worauf man jetzt achten muss:

Ralf Repöhler

Wer ab Montag in Münster - wie hier an der Ludgeristraße - einkaufen möchte, muss einen negativen Corona-Test in der Tasche haben. Foto: Matthias Ahlke

Eigentlich waren ab Montag diverse Lockerungen im Rahmen eines NRW-Modellprojekts für Handel und Außengastronomie, Kultur und Sport geplant. Stattdessen muss nun die Corona-Notbremse für Münster gezogen werden.

Der Grund: Münsters Inzidenz war in der vergangenen Woche gleich an mehreren Tagen über dem Grenzwert 100, auch wenn sie am Sonntag bei 96,1 lag

In Münster nur noch mit Test ins Geschäft

Und das bedeutet: Geschäfte, Reisebüros, Kultureinrichtungen wie Museen, Galerien und Bibliotheken dürfen ab Montag nur noch mit einem tagesaktuell negativ bestätigten Ergebnis eines Schnell- oder Selbsttestes betreten werden. Das regelt die neue Allgemeinverfügung für Münster. „Das Land hat zügig reagiert und diesen Schritt bestätigt“, sagte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer am Wochenende.

Eine Klarstellung gab es am Montagmittag vom Allwetterzoo. Nach „intensiven Gesprächen mit den zuständigen Behörden der Stadt Münster und Prüfung der aktuell gültigen Coronaschutzverordnung“ habe man die Regelung gefunden, dass für einen Zoobesuch – anders als zunächst berichtet – doch kein negatives Testergebnis notwendig sei. Die Testpflicht in der für Münster gültigen Allgemeinverfügung beziehe sich nur auf geschlossene Räumlichkeiten, „nicht aber auf unsere freien Flächen“, teilte der Zoo mit.

Durch die neuen Einschränkungen sollen die Infektionszahlen der dritten Corona-Welle sinken und sich so die Lage in den Krankenhäusern entspannen. 542 Münsteranerinnen und Münsteraner gelten als infiziert, davon 43 neu, hieß es am Sonntag. Die Schulen starten dagegen am Montag mit dem Präsenzunterricht in einem Wechselmodell.

Strengere Corona-Regeln durch Bundes-Notbremse?

„Mit der Corona-Bremse des Landes NRW werden die Lockerungen zurückgenommen, die seit dem 8. März galten. Das Vor und Zurück ist vor allem für diejenigen sehr belastend, deren berufliche Existenzen daran hängen“, so Heuer. Verursacht sei die Notbremse durch den deutlichen Anstieg der Infektionszahlen, der durch die Maßnahmen der vergangenen vier Monate nicht verhindert werden konnte.

Heuer geht davon aus, dass die Corona-Notbremse für Münster zumindest in dieser Woche gelten wird. Erst wenn die Inzidenz an mindestens sieben Tagen hintereinander wieder unter dem kritischen Wert von 100 ist, kann das Land die Testpflicht aufheben. Die Stadt stellt sich allerdings auch darauf ein, dass dann der Bund mit seinen geplanten Verschärfungen noch strengere Corona-Regeln für Münster bringt. „Ich rechne damit frühestens ab dem 26. April“, sagte Heuer mit Blick auf die bundespolitische Debatte.

Dann müssten nach derzeitigem Stand der Verhandlungen etwa die Geschäfte schließen und eine Ausgangssperre verhängt werden.

Im Stadtgebiet gibt es mehr als 170 Teststellen und 17 mobile Testzentren für kostenfreie Bürgertestungen. Die Stadt Münster hat dazu eine übersichtliche und nach Postleitzahl sortierte Liste wie eine interaktive, dauerhaft aktualisierte Karte erstellt.

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