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Andrang trotz Betretungsverbots

Einsatzkräfte waren am Aasee machtlos

Münster

(Mit Video) Eigentlich durfte das Eis am Aasee nicht betreten werden – aber wenn Tausende auf dem Aasee Winterspaß suchen, haben Ordnungskräfte keine Chance. Sie beschränkten sich am Wochenende darauf, das Getümmel auf dem Aasee im Auge zu behalten.

Karin Völker

Bei Sonnenschein zog es am Wochenende tausende Menschen auf den zugefrorenen Aasee in Münster. Foto: Stefan Werding

Was ist am besten zu tun, wenn etwas verboten ist, aber Tausende sich darüber hinwegsetzten? Nichts außer freundlichen Ermahnungen.

Ordnungsamt und Polizei waren zwar am Wochenende am Aasee im Einsatz – das Betretungsverbot des Eises konnten die Einsatzkräfte angesichts des Massenandrangs aber nicht durchsetzen, fasst Hendrik Weihermann vom städtischen Ordnungsamt zusammen.

Tausende auf dem Aasee-Eis

Er schätzt, dass sich an den einzelnen Tagen jeweils etwa 3000 bis 5000 Menschen auf dem Eis tummelten. „Die Flächen rund um den Aasee sind so groß, dass das Betretungsverbot faktisch nicht realisierbar ist“, so Weihermann. Das Ordnungsamt sei am Samstag mit sechs, am Sonntag mit zehn Kräften vor Ort gewesen.

Absprache zwischen Ordnungsamt und Polizei Münster

Ordnungsamt und Polizei hätten sich abgesprochen, Präsenz zu zeigen, auf die Gefahren hinzuweisen und ein Auge darauf zu haben, ob jemand in Gefahr gerate. „Das ist zum Glück nicht geschehen“, bilanziert Weihermann. Niemand sei im Eis eingebrochen. Obgleich das Menschengetümmel auf dem Aasee erheblich war, seien sich die meisten Menschen dort mit Blick auf die Corona-Infektionsgefahr in der Regel nicht zu nahe gekommen.

Was auch weiterhin nicht zu befürchten ist – denn das Tauwetter hat dem Wintertraum auf den Gewässern schon ein Ende gesetzt.

Video in Kooperation mit dem WDR:

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