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Sportstätte

Neues Dojo des Karatevereins „Shotokan“: Einweihung mit Verzögerung

Münster

In Betrieb ist das neue Dojo des münsterischen Karatevereins „Shotokan“ schon lange. Seit Dienstag ist die neue Sportstätte nun auch offiziell eingeweiht. Dabei bekamen die Gäste ebenfalls eine Kostprobe in die Künste der Karatekas.

Kostprobe gefällig? Bei der offiziellen Einweihung des neuen Dojos des Karatevereins „Shotokan“ durfte eine kleine Darbietung durch die Karatekas ebenfalls nicht fehlen. Foto: Matthias Ahlke

Bereits seit mehr als einem Jahren ist das neue Dojo des Karatevereins „Shotokan“ am Mauritz-Lindenweg in Betrieb. Offiziell eingeweiht war die Sporthalle pandemiebedingt aber noch nicht. Das hat sich am Dienstagabend geändert.

„Dieser Ort spricht für sich“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe zu den anwesenden Gästen. Das neue Gebäude sei nämlich etwas Kostbares – ein Ort für einen Sport, der von Menschen aller Generationen gelebt werde. Zudem sei es bei der Umsetzung dieses Projektes gelungen, den „wunderbaren Charakter des Sports mit der neuen Halle zu verknüpfen“. Lewe betonte ebenfalls, dass das neue Dojo eine wichtige Rolle für die Vielfalt der münsterischen Sportlandschaft spiele.

Fast vier Jahre vom Bauantrag bis zur Fertigstellung

Hannes Ulmke als erster Vorsitzender des Vereins erinnerte zuvor an den langen Prozess und die damit verbundenden Anstrengungen vom Stellen des Bauantrags im Dezember 2017 über den ersten Spatenstich im August 2019 bis hin zur Fertigstellung im Mai 2021. „Es war ein großes Risiko, das alte Dojo aufzugeben. Doch die Zusagen der Stadt haben uns Sicherheit gegeben“, sagte der Vorsitzende des ältesten Karatevereins in Münster. Er dankte der Stadt, dem vorherigen Vorstand und dem Stadtsportbund, deren Räume „Shotokan“ zwischenzeitlich nutzen durfte. „Wir sind ausgesprochen glücklich, über das neue Gebäude. Es ist perfekt auf unseren Sport zugeschnitten“, bemerkte er.

Hannes Ulmke freute sich, dass das neue Dojo nun auch endlich eingeweiht ist. Foto: Matthias Ahlke

Danach konnten sich die Gäste selbst ein Bild vom neuen Dojo machen. Gebaut wurde es in einer Holzhybridbauweise. Auffällig sind die bodentiefen Fenster, die auch von außen einen Blick auf die trainierenden Karatekas ermöglichen. „Wir konnten einen Ort schaffen, der sich mit der Natur verbindet“, erklärte Architektin Henrike Thiemann vom Architekturbüro HR. In dem Gebäude gibt es neben der Halle noch einen Multifunktionsraum, eine Sauna sowie einen Terrassenbereich.

Rechtsstreit mit Nachbarverein

Die Kosten für den Neubau wurden in der Vergangenheit auf rund 2,7 Millionen Euro beziffert. Ein Umzug des Vereins war notwendig geworden, weil dessen altes Dojo der Sporthalle der Mathilde-Anneke-Gesamtschule weichen musste. Der Dojo-Neubau verzögerte sich, weil die Stadt noch einen langen Rechtsstreit mit dem Nachbarverein SC Münster 08 wegen der Grundstücksnutzung zu führen hatte.

Oberbürgermeister Markus Lewe (l.) und Hannes Ulmke nahmen Bilder vom Bau entgegen. Foto: Matthias Ahlke
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