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Stadt Münster legt neuen Bebauungsplan vor

Weiter Kritik an Hafenmarkt-Planungen

Münster

Die Stadt hofft auf das letzte Kapitel einer langen Geschichte, doch noch bevor der neue Bebauungsplan für einen Hafenmarkt im Hansaviertel in Kraft getreten ist, äußern Gegner des Projekts, dass eine weitere Klage wahrscheinlich sei.

Von Björn Meyer

Derzeit ist Baustopp auf dem Gelände, auf dem nach Meinung der Verwaltung ein Hafenmarkt entstehen soll. Foto: Oliver Werner

Die Bürgerbeteiligung ist abgeschlossen, die Stadt Münster hat einen neuen Bebauungsplan für dass Areal Hafenmarkt vorgelegt. Doch noch bevor dieser Bebauungsplan kommende Woche in der Bezirksvertretung Mitte diskutiert wird, erhält die Angelegenheit Gegenwind.

Bei einem Online-Treffen mit Mitgliedern der Hafenvereine „Mehr Lebensqualität für das Hansa- und Hafenviertel“, „Initiative Zukunft Hafen“ und der Nachbarschaftsinitiative „Platanenpower“ zeigte sich am Donnerstagabend, dass der Prozess keineswegs überall so positiv gesehen wird wie bei der Stadtverwaltung. Die hatte zuletzt in einer Pressemitteilung geschrieben, dass die insgesamt gut 400 Stellungnahmen von Bürgern in der aktuellen Beschlussvorlage behandelt würden.

Unterschiedliche Bewertung der Bürgerbeteiligung

Bei denen, die das Projekt schon in den vergangenen Jahren nicht nur kritisch gesehen, sondern auch öffentlich dagegen getrommelt und Kläger unterstützt hatten, hörte sich eine Wertung hinsichtlich der Bürgerbeteiligung nun völlig anders an. „Die Einwendungen der Bürger sind sämtlich, also genau 419 Mal, abgebügelt worden“, sagte Thomas Krabbe von „Mehr Lebensqualität für das Hansa- und Hafenviertel“. Auch habe sich die Verwaltung trotz der zurückliegenden Probleme des Projekts in keiner Weise selbstkritisch mit der bisherigen Planung auseinandergesetzt. „Der Plan ist der Plan“, so Krabbe im Bezug auf die aus seiner Sicht kaum merklichen Veränderungen.

Rainer Bode kündigte an, dass man in den kommenden Wochen genau prüfen wolle, eine erneute Klage seiner aktuellen Einschätzung nach aber wahrscheinlich sei.

Als ein Argument gegen das Projekt sehen die Hafenvereine und Platanenpower weiterhin „die zu erwartende steigende Verkehrsbelastung“ durch einen Hafenmarkt. Der Rat wird sich voraussichtlich am 6. April mit dem von der Verwaltung vorgelegten Bebauungsplan befassen.

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