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„GH eCarrier“: Projektgruppe stellt Prototyp vor

Elektroflitzer transportiert nicht nur Briefe

Münster

Der „GH Carrier“ sieht niedlich aus. Ist aber ein ernstzunehmendes Transportfahrzeug, gerade wenn es in der Stadt eng wird. „Brief und mehr“ setzt das Gespann nun erstmals ein.

Ein elektrischer „eCarrier“ ist seit kurzem in der Innenstadt unterwegs (v.l.): Matthias Dücker von der Firma Heimat Metallkonstruktionen, Projektleiter Detlef Hengstebeck von „Brief und mehr“, Geschäftsführer Günter Hackenfort von der Firma GH System, Fahrer Sebastian Schulze-Hobbeling und Operationsleiter An­dré Erdmann von „Brief und mehr“ stellten das neue Elektrogefährt vor. Foto: Oliver Werner

2018 startete das Forschungsprojekt „iWALD“ („integral World And Local Delivery“) mit zehn Unternehmen, die überwiegend aus dem Münsterland stammen. Als Gewinner des ersten Preises beim Leitmarktwettbewerb „Mobilität und Logistik in NRW“ befasst sich das Förderprojekt gezielt mit nachhaltiger Mobilität von Menschen und Gütern. Im Rahmen dieses Projektes startet „Brief und mehr“ mit seinen Kooperationspartnern mit einem weltweit neuen Fahrzeugkonzept: Der eigens entwickelte „GH eCarrier“ soll dazu dienen, den Güterumschlag erheblich zu verbessern.

Der elektrisch betriebene „GH eCarrier“ erreicht 45 Stundenkilometer und kann laut Pressemitteilung ohne Behinderung im Straßenverkehr operieren – Radwege werden von Kleintransportern befreit. Die größere Zuladung von Paketen und Warensendungen sowie die höhere Geschwindigkeit und Flexibilität stellten einen Vorteil gegenüber den klassischen eCargo-Bikes dar, heißt es.

Dafür wurde eine auf den „GH eCarrier“ angepasste und tauschbare „GH Box“ entwickelt. Die Effizienz des Gespanns wird mittels der Testläufe von „Brief und mehr“ durch die Uni Duisburg/Essen wissenschaftlich begleitet.

Bald kommt der standardisierte Kleincontainer

Alle Prototypen seien Teil einer Logistikkette, die Waren und Güter sowohl im globalen Austausch als auch per City-Logistik bis zum Endkunden nach Hause liefere. Die Entwicklung eines standardisierten Kleincontainers für den ganzheitlichen Gütertransport unter Einbindung emissionsfreier Fahrzeugen werde durch das Projektteam noch bis Ende 2021 realisiert, heißt es abschließend.