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Wahl des Jugendamtselternbeirats

Eltern erhoffen sich mehr Geld und Einfluss

Münster

Münsters Kita-Eltern wählen am Montag den neuen Jugendamtselternbeirat. Vertreter haben ein Anhörungsrecht in verschiedenen städtischen Ausschüssen. Der Beirat hat vor allem die Qualität in den Kitas im Blick und erhofft sich künftig ein eigenes Budget für Info-Broschüren und Veranstaltungen.

Karin Völker

Vor einem Jahr waren rund 70 der 160 Kitas in Münster vertreten – genug, um den ersten Jugendamtselternbeirat zu wählen.

Wenn dieses neue Gremium am heutigen Montag (5. November) um 18.30 Uhr erneut zur Vollversammlung und Wahl in der Aula des Annette-Gymnasiums antritt, hoffen Dr. Michael Köhler und Sandra Rieksmeier wieder auf rege Beteiligung. Mindestens 15 Prozent der Kitas in der Stadt müssen anwesend sein, damit gewählt werden kann.

Die beiden Vorsitzenden des Jugendamtselternbeirats kandidieren zur Wiederwahl für eine weitere Amtsperiode.

Jugendamtselternbeiräte wurden vor einem Jahr in Nordrhein-Westfalen per Gesetz eingeführt. Dadurch erhalten Elternvertreter in Kindertagesstätten in der Kommune mehr Mitspracherechte. „Die haben wir tatsächlich erhalten und genutzt“, zieht Sandra Rieksmeier eine erste Bilanz.

Der Beirat ist nun mit beratender Stimme im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien vertreten, außerdem beratend in der Arbeitsgruppe beim Jugendamt, die mit der konkreten Planung der Kindertagespflege beschäftigt ist. Da es kein verbrieftes Recht auf diese Mitwirkungsmöglichkeiten gibt, ist der Beirat stolz, seine Beteiligung in beiden Gremien erstritten zu haben, sagt Rieksmeier. Der frühere Stadtelternrat hatte keine so weitgehenden Einflussmöglichkeiten.

„Wir haben bei der Planung des Kita-Ausbaus immer die Qualität im Auge“, betont Sandra Rieksmeier, denn in erster Linie betrachte sich der Beirat als Vertretung der Eltern von Kindern, die jetzt eine Kita besuchten. „Natürlich ist uns daran gelegen, dass auch Familien mit jüngeren Kindern Betreuungsplätze finden“, beteuert Rieksmeier.

Die Qualität der Betreuung dürfe aber nicht auf der Strecke bleiben. Die Erzieherinnen seien ohnehin schon sehr stark belastet.

Dr. Michael Köhler wünscht sich für die Zukunft des Gremiums, dass es in Münster ähnliche Unterstützung geben wird, wie in einigen anderen Kommunen üblich. „In manchen Städten hat der Jugendamtselternbeirat ein eigenes Budget“, so Köhler. Damit könnten öffentliche Veranstaltungen organisiert oder Info-Broschüren gedruckt werden.

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