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Ludger Hellenthals Wasserstoff-Projekt

Energiewende kommt auf die Straße

Münster

Während andere noch über die Möglichkeiten und den Anteil von Wasserstoff an der Energiegewinnung der Zukunft reden, packt Dr. Ludger Hellenthal an: Das Potenzial hat er schon vor zehn Jahren erkannt, jetzt will er es im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße bringen. Interessierte sollten sich dafür den kommenden Donnerstag vormerken.

Von Norbert Tiemann

Setzt auf Wasserstoff: Dr. Ludger Hellenthal Foto: Matthias Ahlke

„Wir bringen die Energiewende auf die Straße.“ Dr. Ludger Hellenthal, Unternehmer aus Münster, hat vor zehn Jahren begonnen, sich mit der Wasserstoff-Thematik zu beschäftigen – und gibt jetzt im übertragenen Wortsinn Vollgas: Hellenthals Geschäftsmodell umfasst inzwischen ein komplettes Ökosystem für den grünen Wasserstoff in der Nutzfahrzeugmobilität und im Ziel auch bei stationären Großkunden. In Kooperation mit innovativen Partnern soll der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur vorangebracht werden.

Hellenthals Firma „H2 Green Power & Logistics GmbH“ ist eine in Münster ansässige Gesellschaft, die für Projektentwicklung, Einkauf/Import sowie den Vertrieb von Wasserstoff verantwortlich ist. Die Wasserstoffwirtschaft baut im wesentlichen auf Elektrolyseanlagen in Magdeburg auf, dort ist Hellenthal geschäftsführender Gesellschafter des Industrie- und Gewerbeparks Mittelelbe. Der umtriebige Mittelständler: „Hier kann ich meine Unternehmenssparten Grundbesitz und erneuerbare Energien mit dem Ziel einer nachhaltigen Wertstoffkette wunderbar kombinieren.“ Der Wasserstoff wird mit hauseigenem Grünstrom, der mit Photovoltaik, Windkraft und Biomasse erzeugt wird, via Elektrolyse produziert. Willkommener Nebeneffekt: Die bei der Elektrolyse freigesetzte Wärme wird direkt vor Ort im Industrie- und Gewerbepark nutzbar gemacht.

Roadshow kommt nach Amelsbüren

Was den Einsatz von Wasserstoff im mobilen Sektor anbelangt, setzt Hellenthal auf Nutzfahrzeuge. Und hier hat er mit dem südkoreanischen Automobilhersteller Hyundai einen Partner gefunden. Die seit einigen Tagen laufende Roadshow mit Hyundais wasserstoffgetriebenen Trucks macht am kommenden Donnerstag (2. Dezember) Halt in Münster – im Industriegebiet Amelsbüren von 15 bis 16 Uhr; ein Outdoor-Termin nach den dann gültigen Corona-Regeln.

Sein Wasserstoff-Engagement sieht der Jurist und Diplom-Kaufmann nicht in Konkurrenz stehend zur Batterieforschung in Münster: „Hier sehe ich vielmehr ein duales Nebeneinander, ja ein Miteinander auf dem Weg hin zu einer gelingenden Energiewende.“

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