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Polizei und Feuerwehr ziehen Bilanz

Entspannte Silvesternacht für Einsatzkräfte in Münster

Münster

Ruhestörungen und drei kleine Brandeinsätze: Polizei und Feuerwehr berichten in Münster von einer entspannten Silvesternacht mit wenigen Einsätzen. Einzig im Rettungsdienst hatten die Einsatzkräfte viel zu tun.

Von Helmut P. Etzkorn

Die Polizei war unter anderem auf dem Domplatz in Münster präsent. Eine Sprecherin sprach am Neujahrsmorgen von einer "total ruhigen Silvesternacht".  Foto: Helmut P. Etzkorn

Münster erlebte im Übergang zum neuen Jahr eine ausgesprochen entspannte Einsatzlage für Polizei, Ordnungsamt und Rettungsdienst. Als um Mitternacht die Domglocken läuteten, waren nur ganz vereinzelt Raketen am Nachthimmel zu sehen, abgefeuert in der Aaseestadt.

Auf dem Domplatz selbst versammelten sich nur rund 100 Menschen, die in Kleingruppen Wunderkerzen abbrannten oder sich umarmten. Polizei und Ordnungsamt standen mit ihren Streifenwagen parat, mussten aber nicht eingreifen. Ein ähnliches Bild bot sich auf dem Prinzipalmarkt, auch dort hielten sich Menschen bei fast frühlingswarmen, trockenen Wetter an das Böllerverbot. Ein paar Kanonenschläge waren zu hören, mehr aber auch nicht.

Drei kleinere Brandeinsätze für die Feuerwehr

Ordnungsamts-Einsatzleiter Hendrik Weiermann: „Einen Schlagzeuger vor der Lambertikirche haben wir verwarnt, am Aasee konnten wir größere Ansammlungen schnell auflösen. Ansonsten gab es nichts Dramatisches.“  Ähnlich friedlich die Szenerie am Hafen, wo Menschen kleinere Fackeln abbrannten und ansonsten fröhlich und friedlich feierten. Polizei-Pressesprecherin Vanessa Arlt sprach am Neujahrsmorgen von einer „vergleichsweise ruhigen Silvesternacht“, lediglich 40 Ruhestörungen beschäftigten die Einsatzkräfte.

Die Feuerwehr musste lediglich zu drei kleineren Brandeinsätzen ausrücken, in normalen Jahreswechsel-Nächten sind es mehr als 20. Unter anderem hat es am frühen Silvesterabend einen Wohnungsbrand an der Emdener Straße gegeben. Insgesamt 62 Mal rückten Helfer zu medizinischen Notfällen aus

Verletzungen oder Brände durch Feuerwerkskörper wurden nicht gemeldet. Wie Polizei und Ordnungsamt hatte die Feuerwehr vorsorglich die Einsatzstärke auch an den Wachen der Freiwilligen Feuerwehr erhöht, fast immer blieb es beim Bereitschaftsdienst in den Gerätehäusern.

Volle Speiselokale - keine Open-Air-Parties

Die Straßen waren im Gegensatz zu den üblichen Silvesternächten nicht mit ausgeglühten Resten von Feuerwerksbatterien, Knallern und zerbrochenen Flaschen übersät. Die sonst übliche Silvestermüll-Aufräumaktion der Abfallwirtschaftsbetriebe konnte weitestgehend ausfallen.

In der Vor-Corona-Zeit beseitigten die „Tatort-Reiniger“  im Durchschnitt fünf Tonnen Müll von Straßen und Wegen. Viele feierten diesmal zwar wieder auf der Straße, meist aber deutlich leiser und „besenrein“.  In den Speiselokalen war es am Silvesterabend voll, und bei den privaten Partys in den Stadtteilen fiel auf, dass häufig die Rollläden an den Fenstern geschlossen waren.  

Der städtische Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer lobte die gute Zusammenarbeit mit der Polizei und Sicherheitsunternehmen.

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