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Pfarrer Haudel verlässt kirchlichen Dienst

Er wirkt trotz Abschied weiter

Münster

Mit Professor Dr. Matthias Haudel scheidet ein großer Name aus dem offiziellen Dienst der Evangelischen Kirche aus – doch sein Wirken geht weiter.

Von Andreas Hasenkamp

Professor Matthias Haudel (Mitte) hier mit (v.l.) Pfarrer Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchton-Akademie in Köln, Pfarrer Dr. Hans-Georg Link, ehemals Ökumenischer Rat der Kirchen, Prof. Dr. Traugott Roser, Universitätsprediger, Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller, Ökumenereferent der EKD von Westfalen, Burkhard Neumann, Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts des Erzbistums Paderborn, Pfarrer i.R. Michael Heß. Foto: anh

Aus dem offiziellen kirchlichen Dienst ist Professor Dr. Matthias Haudel nun ausgeschieden, in der Evangelischen Kirche in Deutschland, der EKD von Westfalen und der Evangelischen Fakultät wirkt er weiter. Und zwar ökumenisch. Das zu zeigen war auch ein Ziel des Entpflichtungs-Gottesdienstes am Sonntag in der Evangelischen Universitätskirche.

Das ökumenische Wort gelang, das ökumenische Bild nicht ganz. Denn drei Personen waren verhindert:  von orthodoxer Seite Erzpriester Peter Sonntag aus Düsseldorf und Erzpriester Miron, Vorsitzender der Bundes ACK, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, mit dem Haudel auf Kirchenebene intensiv gearbeitet hat, 15 Jahre als Ökumene-Beauftragter der EKD in Westfalen. Zudem auch Haudels Gegenüber im Wissenschaftlichen an der Universität Münster, die Kollegin der Katholischen Fakultät, Prof. Dr. Dorothea Sattler. Das dreitägige Pfingstfest der Orthodoxen und ein kurzfristiger privater Grund vereitelten das Treffen.

Aber Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller konnte die Voten der Orthodoxen sprechen. Gekommen waren „etliche der ökumenischen Weggefährten“, so Haudel.

In seiner Predigt betonte Haudel: „Wer Ohren hat zu hören, der höre.“ Nämlich auf das Wort Gottes; die Nächstenliebe führe dann zur Tat. Das Wort Gottes werde „seinen Weg finden“, „ob sichtbar oder unsichtbar“. Haudel freute sich auch, einige seiner Studierenden zu sehen – viele seiner Drittsemester habe er leider noch nicht gesehen.

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