Querelen in der AfD

Ermittlungen gegen Ratsherr Martin Schiller nach Betrugsanzeige

Münster

Eine Betrugsanzeige gegen den münsterischen AfD-Ratsherrn Martin Schiller zieht Ermittlungen nach sich. Die Staatsanwaltschaft lässt einen Zeugen befragen.

Dirk Anger

AfD-Ratsherr Martin Schiller Foto: Björn Meyer

Im Zuge einer anonymen Betrugsanzeige gegen den AfD-Ratsherrn Martin Schiller hat die Staatsanwaltschaft Münster Ermittlungen aufgenommen, wie deren Sprecher Martin Botzenhardt erklärte.

Die Akte in dieser Angelegenheit sei zur Vernehmung eines Zeugen an die Polizei geschickt worden. In der Mitte November bei der Staatsanwaltschaft eingegangenen Strafanzeige wird Schiller vorgeworfen, dass er öffentliche Gelder als Mitarbeiter der AfD-Ratsgruppe erhalten habe, „ohne dabei eine über seine Tätigkeit als Ratsherr hinausgehende Leistung an die Ratsgruppe erbracht zu haben“.

Parteiinterne Querelen

Schiller sei in seiner Funktion als Mitarbeiter der Ratsgruppe weder in dem für die Ratsgruppe angemieteten Büro in der Leostraße gewesen, noch habe er für diese Leistungen erbracht, so der Vorwurf.

Ferner gebe es keinen rechtsgültigen Arbeitsvertrag, hieß es weiter in dem Schreiben. Diese und eine weitere Anzeige gegen Schiller scheinen im Zusammenhang mit parteiinternen Querelen bei der AfD zu stehen.

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