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Talkshow „RESpect StudiU“

Erste Sendung für mehr Vielfalt im Netz

Münster

Rebecca Sleegers aus Münster fehlt es im deutschen TV – besonders in Talkshows – an Diversität, die die Gesellschaft abbildet. Deshalb hat sie ihre eigene Talkrunde entworfen. Jetzt wird die erste Sendung ausgestrahlt, allerdings nur im Internet und nicht wie geplant im Fernsehen.

Pjer Biederstädt

Rebecca Sleegers Foto: Respect Studiu/Imhoff Realisatio

Im Sommer wurde gedreht, jetzt folgt die Ausstrahlung: Die Münsteranerin Rebecca Sleegers hat mit „RESpect StudiU“ eine Talkshow entworfen, die mehr Diversität auf die Mattscheiben bringen soll (wir berichteten). Ab dem kommenden Samstag (5. Dezember) kann man die erste Folge sehen – wenn auch nur auf Youtube und nicht – wie geplant – im Fernsehen.

Im August hegte Sleegers die Hoffnung, dass ein TV-Sender die 45-minütige Sendung ausstrahlen könnte. „Die Sendung ist mit einem internen Link an einige Sender und deren Redaktionen und Intendanten gegangen. Konkrete Kooperationen gibt es aber noch nicht“, erzählt die gelernte Schauspielerin und studierte Marketing- und Medienmanagement-Fachfrau mit äthiopischen Wurzeln.

Pilotfolge zur „Black lives matter“-Bewegung

Ihr Anliegen kann Sleegers aber auch – oder vielleicht gerade – im Internet verdeutlichen. „Besonders in den öffentlich-rechtlichen Talkrunden sind kaum People of Color zu sehen“, erklärt Sleegers das Zerrbild der Gesellschaft, das ihrer Ansicht nach in den deutschen Medien abgebildet wird.

In der Pilotfolge diskutieren Sängerin Ivy Quainoo (erste Gewinnerin der Casting-Show „The Voice of Germany“), Modelbooker Mischa Rouzbehani, Zahnarzt Salomon Bob Jansen und Anwalt Blaise Francis El Mourabit über die „Black lives matter“-Bewegung.

Suche nach Sponsoren läuft weiter

Sleegers moderierte die Show, Sara Milena Imhoff kümmerte sich mit ihrer Produktionsfirma „Imhoff Realisation“ um die Projektkoordinierung und Produktion. Eigentlich sollte diese Folgen durch ein Crowdfunding finanziert werden, doch das Ziel von 10 000 Euro wurde nicht ganz erreicht. Mit Hilfe von Freunden ist das Projekt trotzdem gelungen. Und wie geht es weiter? „Eine zweite oder dritte Sendung wird es geben, wenn Sponsoren oder ein Sender mit dabei sind“, sagt Sleegers.

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