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Krieg in der Ukraine

Erste Geflüchtete aus der Ukraine in Münster angekommen

Münster

Der Ausbruch des Kriegs in der Ukraine sorgt für einen gewaltigen Flüchtlingsstrom. Hunderttausende Menschen haben das Land bereits verlassen. In Münster sind am Dienstag die ersten Geflüchteten angekommen.

Eine Frau geht mit ihrem Jungen an der Hand über den Bahnsteig. Sie kam mit einem Zug aus der Ukraine. Auch in Münster werden die ersten Flüchtlinge erwartet. Foto: dpa (Symbolbild)

Die ersten neun Geflüchteten aus der Ukraine sind am Dienstagabend in Münster angekommen. Die Frauen, Männer und Kinder kamen über private Kontakte in die Stadt. Sie sind in einer kommunalen Erstaufnahmeeinrichtung der Stadt untergebracht.

Bereits seit dem Wochenende laufen in der Stadtverwaltung nach eigenen Angaben die Vorbereitungen für die Aufnahme von Geflüchteten aus der Kriegsregion.

Zahlreiche Ämter seien involviert, die Hilfsorganisationen im engen Schulterschluss beteiligt. „Nach zwei Jahren in der Corona-Pandemie kommt nun eine neue Herausforderung auf uns zu, aber unsere Mitarbeitenden werden damit klarkommen. Wir sind in Flüchtlingsangelegenheiten sehr erfahren und gut aufgestellt“, sagte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer.

Anzahl an Hilfsangeboten ist nicht zu bewältigen

Der städtische Sozialdienst für Flüchtlinge hat Plätze in vorhandenen Unterkünften bezugsfertig eingerichtet und notwendige Synergien innerhalb des Sozialamtes abgerufen, so dessen Leiterin Dagmar Arnkens-Homann. Die enorme Anzahl an telefonischen Hilfsangeboten und Anfragen aus der Bevölkerung ist aktuell jedoch nicht mehr zu bewältigen.

"Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zunächst auf die wichtigsten Aufgaben fokussieren. Als Stadt möchten wir für die Geflüchteten das Bestmögliche möglich machen", so Stadträtin Cornelia Wilkens, "wir haben genügend Puffer in unseren eigenen Unterkünften vorgehalten und können auf ein außerordentlich gutes Netzwerk an Vereinen, Verbänden und Organisationen zurückgreifen, somit eine gute Erstversorgung der Menschen aus der Ukraine gewährleisten."

Stadt richtet Info Hotline für Ukraine-Hilfe ein

Dies schließt die Koordination weiterer privater Angebote beispielsweise über die am Montag angekündigte Info-Hotline "Hilfe für die Ukraine" im Amt für Bürger- und Ratsservice ein. Ab Mittwoch (2. März) um 8 Uhr beantworten Mitarbeiter der Stadtverwaltung Fragen und nehmen bei Bedarf auch Hilfsangebote unter der Telefonnummer 0251/4925560 entgegen. Die Hotline ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Freitag von 8 bis 13.30 Uhr besetzt. Im Webportal der Stadt Münster gibt es ab Dienstagnachmittag außerdem ein FAQ mit den wichtigsten Fragen und Antworten für Helfende unter www.stadt-muenster.de/ukraine.

"Aktuell gibt es noch eine gewisse unkoordinierte Bewegung aus der Ukraine in die Bundesrepublik, wir benötigen zeitnah Informationen von Bund und Land – nicht nur zur inneren Organisation, sondern auch für den Austausch mit umliegenden Kreisen", sagt Oberbürgermeister Markus Lewe.

Video in Kooperation mit dem WDR:

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