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Bauprojekt der WWU

Spatenstich für erste eigene Kita der Uni

Münster

Das neueste Bauprojekt der Universität Münster ist kein wissenschaftliches Institut, sondern eine Kita für ihre Mitglieder. Auch der Standort ist besonders.

Von Karin Völker

Beim erster Spatenstich für die Kita der Universität Foto: Oliver Werner

Kitaplätze im inneren Stadtring – das ist in Münster eine Rarität. Für die neue Einrichtung, für die am Freitagmittag der erste Spatenstich gesetzt wurde, gilt das erst recht. Die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) baut an exponierter Stelle in der Altstadt ihre erste Kita mit 75 Plätzen.

Das voraussichtlich 3,8 Millionen Euro teure Gebäude entsteht an der Lazarettstraße direkt zwischen dem Torhaus und dem Lazarettbunker, vormals stand hier ein nicht mehr neues Gebäude der Finanzverwaltung im Eigentum des Bau und Liegenschaftsbetriebs NRW.

Gelände wurde von der Bodendenkmalpflege untersucht

Der städtische Jugenddezernent Thomas Paal freute sich beim Startschuss für das Bauprojekt über die zusätzlichen Kita-Plätze in der Innenstadt. Rund 50 Prozent will die WWU selbst durch Kinder ihrer Mitglieder belegen, die anderen Plätze werden über den städtischen Kita-Navitor an interessierte Familien vergeben.

Wer gerade in die kleine Baugrube blickt, die demnächst Technik und Abflüsse für die ohne Keller gebaute Kita beherbergen wird, sieht noch die Schichten des hier ehemals verlaufenden Stadtgrabens. Die städtische Bodendenkmalpflege hat das Gelände untersucht und Funde dokumentiert, bevor es nun bebaut wird.

WWU-Prorektorin Maike Tietjens, Kanzler Matthias Schwarte (M.) und edducare-Geschäftsführer Marcus Bracht unterzeichneten den Vertrag über die Trägerschaft. Foto: WWU/Heiner Witte/Münsterview

Dies geschieht nach Plänen des münsterischen Architekturbüros Burhoff und Burhoff, das den zuvor ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hatte und auf Kitabauten spezialisiert ist. Unter anderem haben Beate und Klaus Burhoff auch die prägnanten Bauten der Kita des Universitätsklinikums oder die Dreifaltigkeits-Kita am Friesenring geplant.

Einzug voraussichtlich August 2023

Prorektorin Prof. Maike Tietjens freute sich, dass die Universität nun endlich mit der Kita ein eigenes Angebot für Familien habe, für das Plätze nach flexiblen Bedürfnissen vergeben werden könnten.

Träger der Universitäts-Kita ist die „Educcare gGmbH“, die bereits in Münster bei anderen Einrichtungen als Träger fungiert.

Die ersten Kinder sollen ab August 2023 betreut werden – auch die Baugenehmigung sei in „Rekordzeit“ erteilt worden, freute sich Architekt Klaus Burhoff. Ein Tempo, das sich auch andere Projekte wünschten.

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