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Digitale Podiumsdiskussion mit Experten aus Medizin, Theologie, Pflege und Philosophie

Ethische Dimensionen des assistierten Suizids

Münster

Zum Recht auf selbstbestimmtes Leben gehört auch das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben. Da ist sich die Justiz seit einigen Jahren immer einiger. Doch darf dafür Hilfe in Anspruch genommen werden? Welche rechtlichen Grenzen bestehen dabei? Und wie sind die Fragen ethisch zu beantworten? Eine Podiumsdiskussion der Alexianer widmet sich am Dienstag diesem schwierigen Thema.

Die Alexianer-Podiumsdiskussion mit den Experten (v.l.) Corinna Bonk, Dr. Ralf Schupp, Stefanie Oberfeld (obere Reihe), Jutta Kasberg, Jan-Hendrik Heudtlass, Prof. Dr. Michael Quante (mittlere Reihe), Christian Lohmann, Dr. Birgit Bauer und Moderatorin Stephanie Heinrich (untere Reihe). Foto: Alexianer

Eigentlich hatte Frau F. sich auf alles gut vorbereitet. Für den Fall, dass ein langer Leidensweg ansteht, war eine Patientenverfügung, die das würdevolle und das selbstbestimmte Ableben ermöglichen sollte, bereits frühzeitig aufgesetzt worden. Doch dann kommt alles anders.

Zwei kurz aufeinanderfolgende Schlaganfälle und der plötzliche Fall ins Koma machten es der selbstbestimmten, sehr gläubigen und autonomen Frau unmöglich, sich wie gewünscht würdevoll aus dem Leben zu verabschieden. Für die Familie eine Überforderung, die nun einen neun Tage andauernden Sterbeprozess des Sterbe-Fastens (Einstellen von fester und flüssiger Nahrung) mit begleiten musste.

Viele offene Fragen

Keine Frage, die Thematik rund um den assistierten Suizid ist noch immer ein sehr streitbares Thema mit vielen offenen Fragen. Genau diese und ihre ethischen Dimensionen möchten die Alexianer mit acht Expertinnen und Experten aus Medizin, Theologie, Pflege und Philosophie am Dienstag (30. November) um 19 Uhr in einer Podiumsdiskussion ausführlich aus vielen Blickwinkeln beleuchten. Interessierte sind eingeladen, sich online über Chat oder E-Mail mit ihren Fragen an die Podiumsgäste zu wenden.

Corinna Bonk, Justiziarin der Alexianer GmbH, wird dabei zunächst den aktuellen rechtlichen Rahmen des Themas vorstellen. Den ethischen Blick richtet Dr. Ralf Schupp, Leiter des Referats Christliche Ethik, Leitbild und Spiritualität, auf das Thema.

„Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ nichtig

Weitere Podiumsgäste sind Stefanie Oberfeld (Oberärztin im Gerontopsychiatrischen Zentrum), Jutta Kasberg (Alexianer Seelsorge), Jan-Hendrik Heudtlass (Geschäftsführer a.D. St.-Antonius-Krankenhaus Hörstel, Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie), Prof. Dr. Michael Quante (Philosoph, Universität Münster), Christian Lohmann (Einrichtungsleiter Haus Thomas und Maria Ludwig Stift) sowie Dr. Birgit Bauer (Ärztliche Leiterin Palliativnetz Münster).

Der Live-Stream startet um 19 Uhr unter www.alexonline-muenster.de. Dort finden Interessierte den Zugang zu Podiumsdiskussion und Chat. Persönlichen Fragen können aber auch via alexonline.ms@alexianer.de an die Podiumsgäste gerichtet werden.

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