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Geschlagener Balljunge

Familie fühlt sich von Polizei bedrängt

Münster

Nachdem ein Balljunge von einem Polizisten während des Platzsturmes nach dem letzten Heimspiel des SC Preußen Münster geschlagen worden war, erhebt die Anwältin der Familie jetzt Vorwürfe gegen die Polizei. Die Behörde reagiert überrascht.

Björn Meyer

Nach der Drittligapartie des SC Preußen Münster und dem Karlsruher SC stürmten die Fans aus Baden nach dem Sieg, der den Aufstieg in die 2. Fußballbundesliga bedeutete, den Rasen im Stadion an der Hammer Straße Foto: Jürgen Peperhowe

Der Vorfall um den beim letzten Saisonspiel der Preußen von einem Polizisten geschlagenen Balljungen zieht weiter Kreise. Die Fanhilfe Münster hat am Montag eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der es unter anderem heißt: „Im Fall des verletzten Balljungen hat unsere Anwältin die rechtliche Betreuung des Jungen und seiner Familie übernommen.“

Gegenüber unserer Zeitung bestätigte die Dortmunder Anwältin Lisa Grüter diese Darstellung. Die Familie des Jungen habe sie als Anwältin beauftragt, die Fanhilfe unterstütze die Familie bei den Kosten. Zudem sagte Grüter, dass die Familie ein Gesprächsangebot der Polizei nicht angenommen habe, weil man sich von den Ermittlungen bedrängt gefühlt habe.

15-Jähriger im Krankenhaus ohne Eltern vernommen

Demnach hatten Beamte nach 22 Uhr im Haus der Familie dem Sohn zugesandtes Videomaterial gesichert. Zudem sei der Minderjährige direkt nach dem Vorfall im Krankenhaus ohne die Anwesenheit eines Erziehungsberechtigten vernommen worden.

Polizeisprecher überrascht

Der Sprecher der Polizei Münster, Roland Vorholt, reagierte überrascht auf die Darstellung. Die Familie habe sich bislang gegenüber der Polizei offen und kooperativ gezeigt.

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